OLDENBURG - Die Traumgärten sorgten auch an diesem Wochenende für Abwechslung. Jung und Alt waren begeistert.
von annika richter
„Tanzen gehöret zum festlichen Tag“, schrieb Johann Wolfgang von Goethe in seinem Wechsellied zum Tanze. So dachten Sonnabendnacht wohl auch die etwa 300 tanzwütigen Gäste des Traumgartenprogrammpunktes „Oldenburg tanzt im Grünen“.
Unter freiem Himmel, zwischen zauberhaft verwunschen beleuchteten Bäumen schwebten die Paare zu Standardtänzen und lateinamerikanischen Klängen über die Tanzfläche im Schlossgarten.
Selbst Donner, Blitz und Regenschauer konnten die verträumte Stimmung nicht trüben.
„Für Norddeutschland ist die Atmosphäre sehr locker“, meint Harald Schröder. „Die bunte Mischung der Leute und der Musik macht das besondere Flair hier aus.“
Doch auch tagsüber sorgten die Traumgärten für viele Höhepunkte. So zogen am Sonnabend Milli Millennium, die rasante Riesenschnecke, mit ihrem Freund Sir Trööt, seines Zeichens königliche Hofschranze und Goldrüsselkäfer, durch die Oldenburger Innenstadt. Gemeinsam sorgten die beiden Künstler Ute Bommersheim und Jochen Fried vom Blauschimmel Atelier für reichlich Erheiterung bei Jung und Alt.
Besonders Hildegard Olschewski war hingerissen: „Ich finde es so schön, dass in Oldenburg mal sowas Buntes und Lebendiges gemacht wird“, sagt die 84-Jährige. „Sonst ist Oldenburg immer so steif und stur.“
Entspannung und Besinnung konnte man am Sonntag in der Bergstraßenoase, im Trockengarten sowie der Burgoase finden. Dort stellten mehrere bekannte Oldenburger ihre Lieblingsbücher vor und lasen auch daraus.
Neben Boxweltmeisterin Heidi Hartmann las unter anderem auch Lutz Stratmann, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur. „Ich mag die Aktion, weil man so mal zeigen kann, dass hinter dem Politiker auch ein Mensch mit Persönlichkeit steht“, so Stratmann. „Das Image von Politikern ist ja verbesserungswürdig.“
