OLDENBURG - Wer besonderes Design liebt, findet es im kleinen, aber feinen Stadthotel am Pferdemarkt, das jetzt im Gebäude des Möbelhauses Rosenbohm eröffnet hat. Jedes der acht Zimmer, die im ersten und zweiten Stock des denkmalgeschützten Gebäudes entstanden sind, trägt eine andere Handschrift. Die Idee zu dem Hotel hatte Kristin Stratmann. „Wir haben alle sehr viel Herzblut in das Projekt gesteckt und sehen es als Investition in die Zukunft“, sagt sie.
Monatelang umgebaut
Das Gebäude wurde monatelang für mehrere hunderttausend Euro umgebaut, jeder Zentimeter der insgesamt 500 Quadratmeter für die Umgestaltung der acht Zimmer in der Größenordnung von 18 bis 35 Quadratmetern sollte ausgenutzt werden. Die Hotelzimmer kosten ab 95 Euro pro Nacht.
Verbindende Elemente sind der hochflorige dunkle Teppichboden im Treppenhaus, Parkett in den Zimmern und ausgefallene Lichtgestaltung. Die Farbpalette in den Zimmern reicht von gebrochenem Weiß über Türkis bis hin zu Umbra, Grau und auch mal ein Zebra an der Wand. Aufgenommen wurde der Trend hin zu ausgewählten Tapeten, etwa im Fornasetti-Dekor. Überdies gibt es Kunst im Original.
Seniorchefin Gislinde Rosenbohm hat ein Zimmer in Dunkellila-Tönen eingerichtet, Innenarchitekt Ludger Tovar eines mit handgenähten Lederbällen und Kristin Stratmann eines, das Design und Gemütlichkeit verbindet.
Cool mag sie es überhaupt nicht. „Unsere Gäste sollen hier die persönliche Wertschätzung des Hauses spüren“, sagt sie. Und so legt Kristin Stratmann auch Wert darauf, dass sich die Gäste in der Lounge wohlfühlen, die das Hotel über den bisherigen Eingang zum Möbelhaus von der Pferdemarktseite her erreichen.
Rezeption in der Lounge
In der Lounge neben der Rezeption, die bis 22 Uhr geöffnet sein soll, wird auch das Frühstück serviert. Rosenbohms haben sich daran orientiert, was auch sie in einem Hotel schätzen würden. Und das sei eben nicht mehr das große Büfett. Kaffee wird aus Silberkannen ausgeschenkt, die Frühstücksauswahl des Gastes auf einer Etagere präsentiert. „Wir haben das im Louis C. Jacob in Hamburg gesehen, und das hat uns gut gefallen.“
Auch die Kunden des Möbelhauses kommen durch die Lounge. Und die Hotelgäste können am Abend noch durch die Ausstellung flanieren. Die Einrichtungen der Zimmer stammen schließlich auch aus den Möbelkollektionen des Hauses. Gäste, die sich also in das ein oder andere Stück verlieben, könnten es dann auch beim Begleichen der Zimmerrechnung gleich bestellen. „Wir wollen eine Symbiose schaffen zwischen beidem“, erklärt Gislinde Rosenbohm.
Kristin Stratmann hat seit Jahren auf der Insel Spiekeroog mit Gästen Erfahrungen gesammelt, sie hat dort Ferienwohnungen vermietet. In Oldenburg kümmert sich besonders Mitarbeiter Mathias Oechsle um die Hotelgäste. Silke Fennemann, Chefin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM) freut sich über das neue Hotel. „Ich sehe es als Bereicherung für die Oldenburger Hotel-Szene an“, sagt sie.
