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Veranstaltung Zeitreise zwischen den Jahrhunderten

Reinhard Tschapke

OLDENBURG - Kann es eine entschiedenere Karriere geben? Mit acht Jahren begann Tanja Kinkel, Geschichten und Gedichte zu schreiben. 1978 gewann sie einen Jugendliteraturpreis und 1979 schrieb sie ihren ersten Roman. Da war sie gerade 19 Jahre alt. Heute haben ihre Bücher längst Millionenauflagen erreicht: Tanja Kinkel zählt zu den großen deutschen Autoren. Nun kommt die Bamberger Erfolgsschriftstellerin zu einer Veranstaltung nach Oldenburg.

Tanja Kinkel liest am 21. Oktober um 20 Uhr in der

NWZ

 -Reihe „Begegnungen“ im Oldenburger PFL an der Peterstraße. Karten gibt es gegenwärtig noch in allen

NWZ

 -Geschäftsstellen. Sie kosten sechs Euro, ermäßigt drei Euro.

Lag es daran, dass die Grundschule nur 100 Meter vom gotisch-romanischen Dom in ihrer Heimatstadt Bamberg entfernt lag? Am Studium in München, am Praktikum in einem Buchverlag? Tanja Kinkel faszinierten historische Themen. Ganz früh fing sie an, geschichtliche Stoffe zu beackern. Als Zeitreisende hat sie inzwischen etliche Epochen besucht.

Sie war zu Gast an den Königshöfen des 12. Jahrhunderts („Die Löwin von Aquitanien“) oder im Haus des reichen Kaufmanns Fugger im Augsburg des 15. Jahrhunderts („Die Puppenspieler“). Sie ließ sich und ihre Millionen Leser vom pulsierenden Leben im antiken Rom mitreißen („Venuswurf“) und in wunderbarer Weise vom Ausgrabungsfieber des beginnenden 19. Jahrhunderts anstecken („Säulen der Ewigkeit“).

Nun hat die Bestsellerautorin „Im Schatten der Königin“ herausgebracht. Tief dringt sie ins Zentrum der englischen Macht ein. Es geht an den Hof der jungen englischen Monarchin Elisabeth I. (1533–1603).

Tanja Kinkel greift eine Besonderheit aus Elisabeths Leben heraus: die rätselhafte Beziehung zu ihrem Jugendfreund Robert Dudley. Eine Liebesgeschichte?

Ja, gewiss. Aber der Roman ist auch eine spannende Kriminalgeschichte. Dabei erzählt Tanja Kinkel nie plump, und das reine Glück langweilt sie. „Man gebe mir Neurotiker“, sagte sie einmal, „die dazu bestimmt sind, einander unglücklich zu machen, oder auch nette Menschen, die in fürchterlichen Situationen landen, und ich bin in meinem Element.“ Dies ist überhaupt ein Erkennungszeichen und eine Qualität von Tanja Kinkel: Sie weiß ihre Leser wunderbar zu unterhalten, ohne jemals beim Schreiben flach zu werden.

Ihre historische Kenntnis ist verblüffend, ohne belehrend zu wirken. Kurzum: Mit Tanja Kinkel haben wir eine der besten, wenn nicht die beste deutschsprachige Unterhaltungsautorin vor uns.

Am 21. Oktober kann man sie bei einer Lesung mit einem anschließenden Gespräch in Oldenburg erleben.

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