OLDENBURG - Studierenden und Wissenschaftlern der Uni Anreize für einen Studien- oder Forschungsaufenthalt geben – das ist eines der Ziele, die die Uni Oldenburg mit der China-Woche verfolgt. Uni-Präsidentin Babette Simon sprach am Montagabend bei der offiziellen Eröffnung im Bibliothekssaal von einer „Zweiwegstraße“ und wollte damit das Klischee brechen, dass nur Chinesen zum Studium ins Ausland gehen und hatte dafür sogar ein aktuelles Beispiel parat: „Wir als Uni Oldenburg präsentieren unseren Forschungsbereich ,Erneuerbare Energien auf dem Bremer Expo-Stand in Shanghai“. Der zum Wintersemester gestartete Schwerpunktstudiengang China im Bereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften beinhalte sogar zwingend ein oder zwei Semester in China.
Die China Woche soll Interessierten aber auch Land, Wirtschaft und Kultur näher bringen. So läuft bis zum Freitag die Ausstellung „UnBekannt – Moderne chinesische Malerei aus Anhui, China“ im Hörsaalzentrum (Campus Haarentor, Gebäude A 14). Prof. Dr. Lin Chen, Prof. Donghuai Huan, Renhua Wang und Prof. Jiankang Xu, vier zeitgenössische Künstler der Provinz Anhui, stellen Werke aus, die die rasante Entwicklung Chinas innerhalb der letzten drei Jahrzehnte zum Thema haben. Der Filmemacher und Autor Adrian Geiges liest am Donnerstag, 29. April, ab 17 Uhr im Bibliothekssaal aus seinem Buch „Gebrauchsanweisung für Peking und Shanghai“. Darin gibt der ehemalige Peking-Korrespondent des „Stern“ einen humorvollen Einblick in beide Metropolen.
In einer großen Gala stehen danach ab 19.30 Uhr in der Aula (Campus Haarentor, Gebäude A 11) die traditionelle chinesische Kultur und das moderne China im Mittelpunkt. Zudem werden täglich Vorträge angeboten. So berichtet Prof. Dr. Wenchao Li, Leiter der Leibniz-Edition Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft (BBAW), an diesem Dienstag ab 18 Uhr im Hörsaal 3 (Gebäude A 14) über „Chinas Dilemma zwischen Tradition und Moderne“. Die chinesischen Partneruniversitäten der Uni stellen sich und die Kooperationsprojekte am Mittwoch, 28. April, ab 17. Uhr, im Hörsaal 3, vor.
