OLDENBURG - Einen umfangreichen Einblick in das Reich der Mitte gibt die China-Woche vom 26. bis 30. April an der Universität. Sie ist Teil des Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/10, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Koordiniert wird die Veranstaltungsreihe, bei der ausgewählte Hochschulen ihre Partner-Unis vorstellen, von der Hochschulrektoren-Konferenz.
Der seit einem Semester bestehende Studienschwerpunkt ,China Wirtschaft und Sprache legt einen besonderen Wert auf die Vermittlung der chinesischen Sprache und Kultur, erklärt Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein, Hochschullehrer für Internationale Wirtschaftsbeziehungen und China-Beauftragter der Uni. Die China-Woche trage maßgeblich dazu bei und würdige zudem die erfolgreiche Zusammenarbeit Oldenburgs mit den vier chinesischen Partneruniversitäten.
Eröffnet wird die China-Woche am Montag, 26. April, um 18 Uhr im Bibliothekssaal (Campus Haarentor) mit einem Klassikabend. Die Sopranistin Ying Ma, die Pianistin Bei Peng und der Pianist Karl Ernst Went führen chinesische und deutsche Kompositionen auf. Im Anschluss an die Eröffnungsveranstaltung findet die Vernissage zur Ausstellung UnBekannt Moderne chinesische Malerei aus Anhui, China ab 19.30 Uhr im Hörsaalzentrum (Campus Haarentor, Gebäude A 14) statt. Prof. Dr. Lin Chen, Prof. Donghuai Huan, Renhua Wang und Prof. Jiankang Xu, vier zeitgenössische Künstler aus Anhui, stellen dort bis zum 30. April ihre Werke aus, die die rasante Entwicklung Chinas innerhalb der vergangenen drei Jahrzehnte thematisieren. Der Filmemacher und Autor Adrian Geiges liest am Donnerstag, 29. April, 17 Uhr, Bibliothekssaal, aus seinem Buch Gebrauchsanweisung für Peking und Shanghai. In einer großen Gala stehen ab 19.30 Uhr in der Aula (Campus Haarentor, Gebäude A 11) die traditionelle chinesische Kultur und das moderne China im Mittelpunkt.
Außerdem werden täglich Vorträge angeboten. So berichtet Prof. Dr. Wenchao Li, Leiter der Leibniz-Edition Potsdam der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaft, am Dienstag, 27. April, 18 Uhr, Hörsaal 3 (Gebäude A 14, Campus Haarentor) über Chinas Dilemma zwischen Tradition und Moderne: Fragmentierung und Rekanonisierung des Wissens. Die chinesischen Partneruniversitäten stellen sich und die Kooperationsprojekte am Mittwoch, 28. April, ab 17 Uhr im Hörsaal 3 vor.
Das studentische Kino Gegenlicht zeigt täglich Filme aus China. So auch die Dokumentation Glauben in China, die zeigt, wie unterschiedliche Glaubensanhänger ihre Religion leben. Bei der Aufführung am Montag, 26. April, 20.15 Uhr, in der Aula ist das Produktionsteam dabei.
Infos zu Studienaufenthalten in China, ein Stand des Vereins chinesischer Studenten und chinesische Küche in der Mensa runden das Angebot ab. Die China-Woche wird von der Stadt gefördert. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei.
