OLDENBURG - Viele Verbände arbeiten erstmals zusammen. Alle Veranstaltungen bis zum 22. Oktober sind kostenlos zu besuchen.

Von Klaus Fricke

OLDENBURG - Rückblick aufs vergangene Jahr: Wenn eine Ausstellung zum „Jahrhundertschritt“ halbwegs gut angenommen wurde vom Publikum, dann hatte sie meist mit Bauen und Wohnen zu tun. Eine gute Erfahrung, die einer großen Veranstaltungsreihe in diesem Jahr zugute kommen könnte: Vom 7. Mai bis zum 22. Oktober findet erstmals der „bau_werk“-Sommer in der Mohrmann-Halle am Pferdemarkt statt, und dieser spezielle Sommer befasst sich – genau – mit allen Facetten des Bauens und Wohnens.

Mehr noch als das umfangreiche Ausstellungs- und Vortragsprogramm überrascht dabei die Veranstalterriege. Unter dem Namen „Forum für Baukultur“ haben sich alle Oldenburger Verbände, Institutionen und Vereinigungen, die mit Bauen und Stadtplanung zu tun haben, zusammengeschlossen. Und das „bau_werk“ ist ihr erstes gemeinsames Kind.

„Das ist schon einzigartig, so eine Kooperation findet man in Deutschland wohl kein zweites Mal“, ist Stadtbaurat Dr. Frank-Egon Pantel überzeugt. „Das ist eine Initiative aller am Bau Beteiligten. Wir möchten der Öffentlichkeit die Kriterien für planerische Entscheidungen vermitteln“, meint Architekt Helmut Winter vom Vorstand des Bundes Deutscher Architekten in Oldenburg. „Es geht auch darum, innovative Architektur vorzustellen. Und die betrifft nicht nur die Gebäude, sondern ganz sicher auch den Raum dazwischen“, betont Professor Dr. Lutz Beckmann von der Fachhochschule Oldenburg. Kurz gesagt: „Wir wollen das Wort Baukultur mit Leben füllen“, meint Sven Kranich vom Kompetenzzentrum Bauen und Energie.

Um all dies zu erreichen, wird die Mohrmann-Halle ab 7. Mai zum sich ständig wandelnden Ausstellungsort. Zwischen den beweglichen Wänden, die der Künstler Peer Holthuizen derzeit installiert, laufen eine gemeinsame Dauerausstellung sowie mehrere zeitlich kürzere Schauen zu verschiedenen Fragestellungen der Stadtplanung und der Gestaltung öffentlicher Räume ab. Das Schöne dabei: Alle Ausstellungen, Vorträge und Aktionen sind kostenlos zu besuchen; ein großer Sponsorenpool macht’s möglich.