OLDENBURG/WARDENBURG - Gerhard Bohde, Autor zahlreicher niederdeutscher Komödien, ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren in seinem Haus in Wardenburg. Zu den bekanntesten Stücken aus seiner Feder zählt der Schwank „Smuggelbröders“, der 1969 am Ohnsorg-Theater in Hamburg uraufgeführt wurde und auch auf vielen Bühnen in der Region heute noch auf dem Spielplan steht.
Gerhard Bohde wurde 1921 in Wyk auf Föhr geboren. Nach dem Schulbesuch begann er als 15-Jähriger eine Seemannsausbildung und wurde Matrose bei der Reederei Hapag. Während des Weltkrieges war er Berufssoldat bei der Marine. 1946 kehrte er nach Wyk zurück und wurde Kaufmann. 1958 zog Bohde nach Oldenburg, wo er bis 1973 als Berufssoldat tätig war. Vielen Besuchern des NWZ -Pressehauses dürfte Gerhard Bohde als freundlicher Pförtner in Erinnerung sein. Diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1986 aus.
Gerhard Bohde hat zahlreiche niederdeutsche Theaterstücke verfasst, überwiegend Lustspiele und Schwänke. „Hochsaison bi Rieke“ wurde 1976 von der August-Hinrichs-Bühne in Oldenburg uraufgeführt. Zu seinen bekanntesten niederdeutschen Hörspielen zählen zudem „Bittersee“ und „De Düvelsbarg“. 1998 schrieb Bohde sein letztes Hörspiel „Dat Schipp Spöökenkieker“.
