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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Sexarbeit in Oldenburgs Museum

17.01.2019

Oldenburg Neben dem Wörtchen Programm wurde am Mittwoch in der Jahrespressekonferenz der städtischen Museen in Oldenburg das blutleere Wort Projekt häufig und gern gebraucht. Der abstrakte Ausdruck bezeichnet in diesem Fall eine handfeste Sache: Das Stadtmuseum Oldenburg soll endlich neu gebaut, die eher angestaubten historischen Villen attraktiver gestaltet werden. Dafür, so betonten die Macher, allen voran die Museen und Kunsthäuser leitende Nicole Deufel, würden schon jetzt deutliche Schritte zur „Profilschärfung“ eingeleitet. Die Ergebnisse können sich zählen lassen: Die Gesamtsumme der Besucher im Stadtmuseum, im Horst-Janssen-Museum und im Edith-Russ-Haus stieg von 59 776 im Jahr 2017 auf 73 742 im vergangenen Jahr.

23 Prozent mehr Besucher seien auch und gerade auf Kooperationen zurückzuführen, betonte Deufel. So habe man gerade bei einer Graphic-Novel-Schau eng zusammengearbeitet.

Andreas von Seggern, der das Stadtmuseum leitet, versucht sich nach eigenen Worten an einer „Quadratur des Kreises“. So müsse man das „Projekt“ (Neubau des 1967 erbauten Stadtmuseums) vorantreiben, wolle aber gleichzeitig ein letztes ordentliches Jahresprogramm bieten („nebenbei“). Nützlich für das neue Stadtmuseum sollen zwei Haupt-Ausstellungen sein: Eine widmet sich dem „Bild der Stadt in der Kunst“ – also Oldenburg in Vergangenheit und Gegenwart. Die andere Schau mit dem Titel „Kult!“ wird nach Orten suchen, die Emotionen hervorrufen. Eine Art Vor-Prüfung also, was später in einer neuen Dauerschau im Stadtmuseum landen könnte. „Im Zentrum steht die Suche nach der Identität der Stadt“, betont von Seggern, und hofft, auch fündig zu werden.

Das Horst-Janssen-Museum will eine neue Dauerschau erarbeiten, die in der zweiten Jahreshälfte fertig werden soll. Auf diese Weise will man „das Profil schärfen“, betonte Jutta Moster-Hoos. Man möchte druckgrafische Techniken vermitteln – kein leichtes Unterfangen. Und natürlich steht 2019 ein besonderes Jubiläum an: Horst Janssen würde am 14. November seinen 90. Geburtstag feiern. Das ist Grund genug, eine große Ausstellung in Kooperation mit der Kunsthalle Emden aufzuziehen. „Kosmos Janssen“ soll sich in Oldenburg auf „Janssen und die Literatur“ konzentrieren, in Emden zeigt man ab September „Janssen und die bildende Kunst“.

Eine Besonderheit präsentiert man vom 18. Mai bis zum 18. August im Janssen-Museum. Insa Winkler will „Natur schöpfen“ und sich im Digitalzeitalter um Papier und Pigmente kümmern. Besucher sollen selbst aktiv werden können, „Artenschutz und nachhaltige Kulturlandschaften“ sind da garantiert, wenn man der Ankündigung glauben darf. Es sei „eine wachsende Ausstellung“, so Moster-Hoos.

Das Edith-Russ-Haus setzt dagegen voll auf Digitales. Es konzentriert sich neben Einzelschauen, darunter von Zach Blas („ein Shootingstar“, so Leiter Marcel Schwierin) vom 19. April bis zum 23. Juni auf das Thema „Sexarbeit“. Dabei soll es unter anderem um Sklaverei, Migration, Menschenhandel und Menschenwürde gehen. Um es mit den am Mittwoch üblichen Worten zu sagen: ein spannendes Projekt.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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