OLDENBURG - Warum mit einem gelben Standard-Zollstock messen, wenn es auch einer sein kann, auf dem das Oldenburger Schloss drauf ist? Warum sein Bier auf irgendeinen Untersetzer stellen, wenn es auch einen Bierdeckel mit Oldenburger Motiv gibt? Warum irgendeinen Krimi verschenken, wenn es einen gibt, der in Oldenburg spielt? Für echte Stadtliebe unterm Weihnachtsbaum gibt es wieder jede Menge speziell oldenburgische Geschenke.
Kleines und Feines bietet unter anderem die Tourist- Info in der Kleinen Kirchenstraße an. Die Tourist-Info hat in diesem Jahr auch erstmals eine eigene Bude auf dem Lamberti-Markt. Hier sind die Oldenburger Christbaumkugeln zu finden – drei Stück für 11,90 Euro. Den kleinen Oldenburg-Zollstock, Pillendöschen mit Oldenburger Bildern und ein Puzzle mit städtischem Motiv gibt es in der Buchhandlung Thalia.
Wen seine Weihnachtseinkaufs-Tour dorthin führt, der begegnet vielleicht dem Buchhändler und Krimiautor Karsten Rauchfuß. Sein neu erschienenes Taschenbuch mit dem Titel „Ladehemmung“ handelt von einem Oldenburger, der unfreiwillig zum Auftragskiller wird. Dieses ist längst nicht das einzige Buch mit Oldenburger Bezug. In der Buchhandlung Isensee zum Beispiel gibt es Oldenburger Geschichte und Geschichten: Gerd Steinwascher widmet sich in seinem Buch „Die Oldenburger“ dem Aufstieg des nordwest-deutschen Grafengeschlechts. Um Geschichte geht es auch im Werk „Oldenburg im Zweiten Weltkrieg – Das Kriegstagebuch des Mittelschullehrers Rudolf Tjaden“. Das Buch ist in tägliche Einträge gegliedert.
Um Oldenburger Geschichten aus der Gegenwart geht es dagegen im Buch „Hier“ von Klaus Modick, illustriert sind die Anekdoten von Klaus Beilstein. Unter anderem passt auch das Buch „Reporterglück“ von Carl-Friedrich Ehlers unter einen Oldenburger Weihnachtsbaum. Wie hier geht es auch beim Werk „Mein Leben am Ufer der Haaren“ von Hermann Griepenkerl um persönliche Geschichten, die auch ein Stück Stadtgeschichte erzählen. Das Land drum herum steht im Mittelpunkt des Wanderführers Bremen/Oldenburg von Bernhard Pollmann. Eine Führung durch die Oldenburger Kunstszene bietet dagegen der zweite Band der „Biografien Oldenburger Künstler“ von Jürgen Derschewsky – es finden sich hier auch viele Werk-Abdrucke.
Für alle, die zum Fest gern etwas mehr ausgeben, gibt es eine ganz besondere Liebeserklärung an die Stadt: Einen Ring mit Oldenburger Motiven. Ilse Harms, Inhaberin des Juweliers Aurum, ist auf die Idee gekommen, einen Ring mit Motiven der Stadt zu entwerfen. Dieses besondere Schmuckstück ist verziert mit Grafiken vom Lappan, dem Rathaus, dem Schloss und der Lambertikirche. Auch Graf Anton Günther reitet auf seinem Pferd Kranich über das edle Silber. Für 118 Euro gibt es den Ring. Zur Wahl stehen fünf verschiedene Farben.
Für alle, die eher Kleinigkeiten suchen, lohnt sich ein Besuch bei der Tourist-Info – hier gibt es unter anderem alles rund um den Oldenburger Grünkohl und Oldenburg-Seifen aus der Seifenvilla.
Auch Freunde alkoholhaltiger Geschenke werden fündig: Es gibt Oldenburg-Wein aus Südafrika (zu haben in der Tourist-Info) und ein in Oldenburg gebrautes Bier, das OLs Pilsener. Das süffig frische, ein wenig herbe und naturtrübe Bier gibt es in einem Flügel des ehemaligen Rose-Hauses am Stau. Der Zwei-Liter-Siphon kostet fünf Euro.
