Oldenburg - Die Friseurinnen und Friseure im Salon Dworzak an der Bremer Straße 18, der weihnachtlich beschenkte Verkehrspolizist bei der Arbeit auf der Kreuzung Bremer Straße/Stedinger Straße, das Leben an Boosens Pavillon, die Mitarbeiterinnen der Warps­spinnerei und Heiligabend bei den Arbeitern der Glasformenfabrik: Herrliche Einblicke in das Leben in Osternburg liefert Werkstattfilm mit seinem neuen Osternburg-Bildband, der parallel zur Ausstellung „Fernes Land Osternburg“ soeben erschienen ist.

Möglich geworden ist diese besondere Auswahl, weil Bürger aus Osternburg 5000 Fotos für das Osternburg-Projekt von Werkstattfilm zur Verfügung gestellt haben. Wie schon in den früheren Publikationen sind es überwiegend Amateuraufnahmen, die die Entwicklung Osternburgs, des Lebens und Arbeitens dort dokumentieren.

Farschid Ali Zahedi, der den Bildband mit Michael Lürßen, Sigrid Osterloh, Bernd Poch und Jendrik Punke erstellt hat, sagte am Donnerstag: „Niemand kann die Geschichte eines Stadtteils so gut erzählen wie die Menschen, die dort leben und lebten, das gilt auch für die visuelle Vermittlung durch Foto und Film.“ Mithin liege der Schwerpunkt auf der Darstellung des Alltagslebens „und nicht auf offiziellen Aufnahmen“. Das entspreche dem Grundgedanken von Werkstattfilm: Das visuelle Gedächtnis der Stadt und ihrer Bewohner zu sein.

Der Bildband enthält über 120 Fotos vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute. Die wichtigsten Straßen und Orte, Kasernen, Brücken und Betriebe haben eigene Kapitel. Der Leser wird mitgenommen auf eine toll bebilderte Reise durch Industrie und Gewerbe, Kultur und Freizeit, Schulen und Kinos in über 100 Jahren Osternburg.   „Fernes Land Osternburg“, Hardcover, DIN A4, 18 Euro, bei Werkstattfilm in der Wallstraße 24, über den Shop auf der Werkstattfilmseite sowie in zahlreichen Oldenburger Buchhandlungen.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg