OLDENBURG - 957 Bands wollten ihn haben, den Titel „Beste Schülerband Deutschlands“. 120 haben es nun in die 15 Regiofinals des bundesweiten „Schooljam“-Schülerbandfestivals geschafft. Eine davon ist die GAG-Combo der Oldenburger Graf-Anton-Günther-Schule. Die 18-köpfige Gruppe tritt am Montag, 2. Februar, im Bremer Club „Nook“ beim Regiofinale an – als einzige aus dem Oldenburger Raum. Ab 17.30 Uhr stehen dann neben der GAG-Combo sieben Bands aus Osnabrück, Osterholz-Scharmbeck, Zeven, Bremen, Soltau und Syke live auf der Bühne und rocken um den Einzug ins Finale, das Anfang April auf der Musikmesse in Frankfurt am Main stattfindet.

Im November hatte sich die GAG-Combo klar gegen die Konkurrenz aus Stadt und Landkreis Oldenburg durchgesetzt. In der Kirchhatter Turnhalle musste die Band sich erstmals in zwei Gruppen aufteilen, denn „Schooljam“ erlaubt maximal zehn Musiker und Sänger gleichzeitig auf der Bühne. So haben die GAG-Schüler ihre zwei Songs – „Crazy“ von Gnarls Barcley und „Zehn“ von Farin Urlaub – mit jeweils unterschiedlicher Besetzung gespielt, die Jury aber dennoch überzeugt. „Euch hört man an, dass ihr wisst, wie es geht“, heißt es in der Jury-Bewertung. „Ihr seid eine gute Band, mit Musikern, die ihr Instrument beherrschen.“ Besonderes Lob erhielt die Sängerin Janina Raguse, die „Crazy“ sehr souverän, aber auch sehr eigen darbiete, befand die Jury.

Mit eben diesen Songs, „Crazy“ und „Zehn“, geht es für die Combo nun auch ins Regionalfinale. „Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes“, sagt Jörg Olesch, Musiklehrer und Leiter der GAG-Combo. Schließlich nimmt die Band das erste Mal am größten Schülerband-Wettbewerb teil. Die meisten Bandmitglieder seien jetzt schon lange dabei, sagt Olesch. Von Jahrgang 7 bis 13 reicht das Spektrum. „Wir sind eine Gemeinschaft“, betont der Musiklehrer. „Die Begeisterung, mit der wir auf der Bühne sind, das ist schon irre.“

Und so stehe vor allem auch der Auftritt in Bremen im Vordergrund, nicht so sehr das Weiterkommen ins Finale. Eine besondere Vorbereitung gebe es nicht, es werde wie gehabt freitags geprobt; erst im Februar folge dann eine Proben-Woche in Thüle.

Doch die Konkurrenz im „Nook“ haben die Musiker im Auge. Im Internet habe man Musik und Videos der Mitbewerber schon mal angeschaut. Von Punk bis Metal sei alles vertreten, so Olesch. Da ist die GAG-Combo mit ihrer Präsenz von zehn Musikern auf der Bühne, den Bläsern und mit Pop- und Ska-Anklängen schon eine Ausnahmeerscheinung. „Wir sind harmonischer“, lautet Oleschs Einschätzung.

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