OLDENBURG - Es ist eine der geschäftigsten Ecken der Stadt, aber das hauptsächlich als Verkehrsknoten: die Lappan-Kreuzung. Da dort noch viel Raum ist, vor allem für Ideen, rückte sie nun in den Blick des deutschen und niederländischen Architektur-Nachwuchses. Studenten der Oldenburger Jade Hochschule und der Hanzehogeschool Groningen trafen sich am Wochenende im Stadtmuseum zu einem gemeinsamen Workshop.

„Ziel ist es, die Architekturstudiengänge von Oldenburg und Groningen näher zusammenzubringen und vielleicht irgendwann einen gemeinsamen Studiengang einzurichten“, sagte Frank-Egon Pantel von der Jade Hochschule, der gemeinsam mit seinen Kollegen Almut Wolff und Scott Pollock sowie Jan Arend Mulder von der Hanzehogeschool die Studenten anleitete.

Schritt eins in diese Richtung war der Workshop, bei dem 16 Studenten (sechs aus Groningen) eine aktuelle Stadtplanungsaufgabe vorgelegt wurde. Die viel genutzte Lappan-Kreuzung und der geplante Horst-Janssen-Platz vor dem Stadtmuseum warteten auf Gestaltungsideen. Dabei setzten die Workshop-Teilnehmer auf gemischte Gruppen und neue Impulse von den Gästen, die die Stadt nicht kennen. „Als Fremder sieht man die Dinge oft klarer“, meinte Mulder.

Nach zwei Tagen Arbeit zeigten die fünf Ergebnisse ganz unterschiedliche Ansätze und Schwerpunkte. So sah ein Entwurf einen Anbau für das Stadtmuseum in Bogenform mit einem Innenhof und einem Laufsteg an der Außenseite vor. Somit könnten dann sogar Passanten beim Spaziergang Kunst genießen.

Eine andere Idee war der Abriss und Neubau einiger Gebäude rund um das Museum, um eine Art Kulturinsel zu schaffen. Gleichzeitig sollte ein Wasserlauf den Platz am Lappan aufwerten.

Weitere Entwürfe beschäftigten sich mit der Kreuzung selbst. So wollten die Studenten zum Beispiel Blöcke in verschiedenen Größen auf und um die Kreuzung verteilen, auf denen man sitzen, klettern oder Kunst ausstellen kann. Auch Fußgängerbrücken, Ruheplätze in Baumkronen und Aussichtspunkte wurden vorgeschlagen.

Natürlich ist das meiste davon nicht realisierbar. Aber es ging an diesem Wochenende um Ideen ohne Grenzen. Und vielleicht findet der eine oder andere Ansatz ja doch Einzug in künftige Planungen.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)