Wien - Die Wiener Philharmoniker geben ein als Raubkunst erkanntes Gemälde des französischen Neo-Impressionisten Paul Signac (1863–1935) an die Erben des rechtmäßigen Besitzers zurück. Das teilte das Orchester am Sonnabend mit. Das Bild „Port-en-Bessin“ hatten die Nazis 1940 enteignet und dem Orchester geschenkt.
Die Herkunft des Werkes sei erst jetzt geklärt worden. „Die Restitution dieses Bildes ist uns ein besonderes Anliegen. Wir sind seit vielen Jahren bestrebt, die Vergangenheit der Wiener Philharmoniker aufzuarbeiten und stellen uns unserer Verantwortung, historisches Unrecht wiedergutzumachen“, sagte Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg laut Mitteilung.
Die Grünen im österreichischen Nationalrat forderten mehr Anstrengungen bei der Suche nach Raubkunst. „Je tiefer man in der Geschichte der Wiener Philharmoniker gräbt, desto mehr ,Leichen‘ tauchen aus dem Orchestergraben auf“, erklärte der Abgeordnete Harald Walser.
