Bremen/Bad Zwischenahn - Romeo und Julia oder Orpheus und Eurydike – das sind zwei Liebesdramen, die jeden Musikliebhaber auf unterschiedlichen Ebenen in ihren Bann schlagen. In der Bremer Glocke ist am 24. Juni (Sonnabend, 19 Uhr) „Orphée et Eurydice“ an der Reihe, als Tragédie-opéra von Christoph Willibald Gluck. Träger der konzertanten Aufführung mit Balletteinlagen ist der Bremer „RathsChor“. Die Leitung dieses renommierten Oratorien-Ensembles von 70 Sängerinnen und Sängern hat seit 2020 der in Bad Zwischenahn im Ammerland lebende Dirigent Antonius Adamske (31).
Zu den Solisten Virgil Hartinger (Orpheus), Julia Kirchner (Eurydike) und Dorota Szczepanski (Amor) treten das Bremer Barockorchester und das Barock-Tanzensemble „Hartig“ aus Prag. Der Oper zugrunde liegt die Pariser Fassung von 1774.
Adamske hat sich über Stationen in Basel, Potsdam und Berlin einen Namen als Dirigent und Musikwissenschaftler gemacht. Kritiker haben ihn „Mann des Feuerwerks“ genannt. Neben dem Bremer Ensemble leitet er den Monteverdi-Chor Hamburg und ist künstlerischer Leiter des Göttinger Barockorchesters und anderer Ensembles. Zudem lehrt er an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.
