OSNABRüCK - OSNABRÜCK/EPD - Der 97. Deutsche Katholikentag 2008 wird mit großer Wahrscheinlichkeit in Osnabrück stattfinden. Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) in Bonn werde am 18. und 19. November über die Einladung des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode entscheiden.

„Einen weiteren Bewerber gibt es nicht. Das Bistum Paderborn, das ebenfalls im Gespräch war, hat abgesagt“, sagte gestern ein ZdK-Sprecher. Die evangelische Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke hat unterdessen ihre Unterstützung des Laientreffens zugesagt. „Ich habe dem Generalvikar bereits unsere herzliche ökumenische Gastfreundschaft versichert“, sagte die Regionalbischöfin des Sprengels Osnabrück. „Wir freuen uns, wenn ein solches Ereignis in unserer Region stattfindet und würden gerne Mitgastgeber sein“, betonte Janssen-Reschke. Sie denke etwa daran, bei Engpässen Orte für Unterkünfte oder Veranstaltungen zu Verfügung zu stellen.

Das Bistum Essen hatte – wie berichtet – seine Zusage für die Austragung des Katholikentages 2008 zurückgezogen. Daraufhin teilte der Osnabrücker Bischof dem Zentralkomitee mit, sein Bistum sei „mit seinen fast 600 000 Gläubigen gewiss in der Lage, eine solche Herausforderung anzunehmen“. Das Bistum und die Stadt des Westfälischen Friedens würden sich freuen, nach über 100 Jahren wieder einmal Gastgeber eines Katholikentags zu sein.

ZdK-Vizepräsident Heinz-Wilhelm Brockmann (Osnabrück) bezeichnete die Einladung Bodes als „großartige Entscheidung“. „Wir sollten versuchen, den Katholikentag 2008 mit einem besonderen Akzent dezentral zu gestalten unter Einbeziehung der Nachbarregionen Emsland und Oldenburg sowie des Nachbarbistums Münster“, betonte Brockmann.