OSTERNBURG - Wer vor der Haustür von Anneliese Fritsch steht, der ahnt schon, dass sich hinter dem Haus viel mehr verbirgt, als es auf den ersten Blick scheint: Ein kleiner Weg, umrahmt von Hortensien, führt direkt vom Eingang in den Garten der 68-jährigen Rentnerin.
Was der Besucher dann entdeckt, ist eine Mischung aus Rosengarten und wildromantischem Bauerngarten. „Als ich das Haus vor fünf Jahren gebaut habe, hatte ich gleich einen Plan im Kopf, wie der Garten aussehen soll.“ Gesagt, getan: Anneliese Fritsch zeichnete eine Skizze inklusive Pavillon und Gartenhaus und packte selbst mit an. Krankheitsbedingt kann sie mittlerweile nur noch wenig selbst machen, aber Freunde und die Tochter der gelernten Schneiderin helfen gerne bei der Gartenarbeit.
Eigene Skulpturen
„Ich bin froh, dass ich den Garten habe, ich genieße auch jetzt noch die Buddelei“, sagt Anneliese Fritsch. Um den Garten so individuell wie möglich zu gestalten, hat die Rentnerin zwei verschiedene Bereiche entworfen: Zum einen den Rosengarten mit prächtig blühenden Kletter- und Edelrosen, in den sie selbstgebaute Skulpturen aus Ytongsteinen integriert hat, und zum anderen den sehr natürlichen Bauerngarten unter anderem mit Dahlien, Margeriten, Malven und Ringelblumen.
„Der Bauerngarten ist ein buntes Durcheinander, aber das muss so sein“, sagt Anneliese Fritsch. Die verschlungenen Wege zwischen den Beeten hat ein Bekannter der 68-Jährigen mit viel Individualität gepflastert: Holzplatten, Natursteine und Klinkersteine wechseln sich auf dem Boden ab.
Bei genauerem Hinschauen fällt auf, dass sich hier und da in den Beeten kleine Hingucker verstecken: Auf dem Boden hockt ein Keramikfrosch, drei Gänse versperren den Weg, und zwischen den Rosen schaut ein Engelskopf hervor.
Vorsicht bei
Rosen
Den Anblick genießt die leidenschaftliche Hobbysängerin dann gerne von ihrem Pavillon aus mit einer Tasse Tee. „Ohne einen Garten zu wohnen, könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen“, sagt Anneliese Fritsch. Vorsicht lässt sie aber besonders bei den Rosen walten: „Da muss man immer auf der Hut sein. Die Rosen müssen ständig beschnitten werden.“
