OSTRITTRUM - Ute Buschmann und Karin Bablok zeigen Malereien und Porzellanunikate. Die Ausstellung eröffnet am Tag der Dötlinger Gartenkultur.
von anja rohde
OSTRITTRUM - „Meine Arbeiten haben keine Titel. Die legen fest“, sagt Malerin Ute Buschmann. So sieht das auch Karin Bablok. In ihre „poetischen Arbeiten“, wie sie die mit einer besonderen Ritztechnik bearbeiteten Porzellangefäße nennt, kann sich der Betrachter „Geschichten hinein denken“. Titel stören da nur.Die Arbeiten der beiden Künstlerinnen sind von Montag, 3. Oktober, in der Ostrittrumer Galerie am Moor, Zum Poggenpohlsmoor 13, von 11 bis 18 Uhr zu sehen. An dem Tag, an dem auch die Dötlinger Gartenkultur in die Gemeinde lockt, bildet die Ausstellung eine weitere Attraktion der Veranstaltung. Die Ausstellung wird in Anwesenheit der Künstlerinnen eröffnet.
Buschmann, die 1938 in Karlsruhe geboren wurde und in Oldenburg wohnt, hat erst vier Kinder groß gezogen und war am Landeskrankenhaus in Oldenburg als Sozialarbeiterin tätig, bevor sie 1995 zu malen begann. Sie sei Autodidaktin, die sich in Akademien weitergebildet habe, sagt sie. Acryl und Eitempera auf Leinwand sind ihre Techniken. Zu ihren informellen, nicht gegenständlichen Arbeiten, zählen ebenfalls Collagen aus Farbe und Zeitungen.
Kennen gelernt haben sich die beiden Künstlerinnen auf dem Töpfermarkt in Oldenburg, an dem sich Bablok regelmäßig beteiligt. „In jedem Jahr habe ich ein Porzellangefäß gekauft. Auch in diesem Jahr. Und dann habe ich gefragt, ob wir gemeinsam ausstellen sollen“, berichtet Buschmann.
Die bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnete Bablok hat seit 1997 ihr Atelier in Bremen. Nach ihrer Ausbildung als Scheibentöpferin, „das liegt mehr als 20 Jahre zurück“, Gesellenwanderjahren und dem Besuch des Instituts für künstlerische Keramik an der Fachhochschule Koblenz folgte die Meisterprüfung. Die 1964 in Donauwörth geborene Bablok dreht den Körper ihrer Gefäße zunächst auf einer Töpferscheibe und verformt ihn durch Klopfen. Manche der Gefäße aus hauchdünnem, durchscheinendem Porzellan bemalt sie mit Temnoku-Glasur, die im Kontrast zum matten Ton des Biskuit-Porzellans steht. Andere Arbeiten ritzt sie an der Oberfläche ein und befüllt die so entstandenen Rillen mit farbigem Ton; wieder andere bemalt sie frei. Das Ergebnis wirkt wie die „fest gehaltene Bewegung“ der Künstlerin. Jedes Gefäß hat seinen eigenen Charakter. In der Hand des Betrachters gedreht und gewendet eröffnen die Unikate immer neue Ansichten und Formen.
Die Bilder und Porzellanunikate werden bis Donnerstag, 3. November, dienstags, mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr gezeigt. Weitere Informationen unter 04487/750360.
