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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Otto macht jetzt richtig ernst

11.04.2009

Von Regina Jerichow

Frage: Sie erzählen in Rastede das Märchen „Peter und der Wolf“ und werden dabei von der Philharmonie der Nationen begleitet. Wechseln Sie jetzt ins ernste Fach?

Otto: Na mal sehen, ich versuche das aber ein bisschen anzureichern mit kleinen humoristischen Einlagen. Das habe ich schon einmal in Emden gemacht, und das ist ganz gut angekommen. Jetzt noch das große Orchester mit Justus Frantz dazu – das wird ein Wahnsinn.

Frage: Die Rolle des Märchenerzählers haben ja schon bedeutende Schauspieler übernommen, Peter Ustinov etwa.

Otto: Da gibt es große Vorbilder, alle haben natürlich den Text original übernommen. Ich bringe da mehr Ottospezifisches rein.

Frage: Zum Beispiel?

Otto: Neue Darsteller, neue Tiere, neue Geräusche, eine völlig neue Vortragsform, und ich versuche, das Orchester zu dirigieren. Vielleicht bringe ich hübsche Ballerinen mit ein, wer weiß. Mal schauen, wie variationsbereit Justus Frantz ist.

Frage: Ich weiß nicht, ob man Sie daran erinnern darf, aber Sie werden in diesem Jahr 61.

Otto: Ich bin Jahrgang 60, also 48. Das haben Sie verwechselt.

Frage: Auch gut, aber ist das nicht der Zeitpunkt, mal etwas Neues auszuprobieren?

Otto: Mit 20 habe ich Kunst studiert und plötzlich etwas anderes gemacht. Von der bildenden bin ich nahtlos zur darstellenden Kunst gewechselt. Das sind alles logische Prozesse. Ich tue nur das, was mir Spaß macht. Und mit der Klassik habe ich immer schon meine kleinen Scherze gemacht, genauso wie die Märchen stets ein Transportmittel sind, um meine Parodien einzubringen wie etwa „Hänsel und Gretel“. Das ist ja mein Urmaterial.

Frage: Sie sind nach Loriot der beliebteste Komiker Deutschlands.

Otto: Da bin ich natürlich ganz stolz drauf. Andererseits hat Loriot erst mit 65 seinen ersten Film gedreht. Da habe ich ja noch viel Zeit.

Frage: Würden Sie sich als Vorläufer der heutigen Comedians sehen?

Otto: Zu meiner Zeit gab es nur zwei Fernsehkanäle. Heute wird den Leuten ein ganz anderes Forum geboten, sodass sich große Talente herausbilden können wie Mittermeier, Pocher, Bully Herbig oder wie sie alle heißen. Die bereichern die Humorlandschaft Deutschlands.

Frage: Also doch ein Vorläufer.

Otto: Ich bin nur zu früh angefangen. Na ja, kann schon sein, so eine Art Orientierungshilfe. Ich habe mich auch orientiert, da waren Heinz Erhardt und Ingo Insterburg.

Frage: Ihren Wohnsitz haben Sie ja in Hamburg. Können Sie sich vorstellen, irgendwann mal wieder in Ihre Heimat, nach Emden, zu ziehen?

Otto: Mein Otto Huus steht in Emden, in dem habe ich oben auch eine Wohnung. Mein Bruder wohnt da mit seiner Familie, und ich komme oft zum Teetrinken und Krabbenessen, echt lecker.

Frage: Was planen Sie als Nächstes?

Otto: Gerade bin ich dabei, die zweite Fortsetzung des Films „Ice Age“ fertig zu machen, bei dem ich das Faultier Sid synchronisiere. Es wird diesmal entführt – Manni, wo seid ihr? Dann kommt noch eine Fernsehserie, ein Kinofilm, – „Otto ist James Blond, Du lachst nur einmal“ –, einen Pilgerfilm würde ich auch gern machen – „Ich war noch nie weg“, eine Parodie auf Hape Kerkelings Geschichten.

Frage: Mit Ihrer Stimme können Sie ja viel anstellen. Im Moment klingen Sie allerdings etwas heiser.

Otto: Nee, meine Stimme war noch nie so klar: Hollodoritiii!! Guck’, ich bin früher in einer Rockband gewesen und habe dabei meine Stimmbänder ein bisschen angekratzt. Ich kann aber auch ganz klar sprechen. So, wenn ich etwas Dampf gebe, geht es besser.

Frage: Okay, mehr als Blödeleien fallen mir jetzt auch nicht mehr ein.

Otto: Na gut, Sie können ja wieder anrufen. Ich bin immer hier, kein Problem, und jederzeit zu erreichen.

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