OVELGöNNE - „Das Jahr 2010 war mehr noch als das vorige Jahr spannend, arbeitsreicher und entbehrte zum Teil nicht einiger Dramatik“, schreibt Bürgermeister Thomas Brückmann in seinem Grußwort zum Jahreswechsel.
Vieles sei auf den Weg gebracht worden, darunter der Abschluss des Feuerwehrkonzeptes, das Flurbereinigungsverfahren im Zuge der B 211 neu, der Bau des Ärztehauses in Oldenbrok, der Ausbau des Breitbandnetzes oder die intensiven Untersuchungen hinsichtlich möglicher neuer Standorte von Windenergieanlagen.
Ausgebaut wurde zudem das Betreuungsangebot für Kinder – mit Eröffnung der Krippe und des Schulhortes in Ovelgönne, Einrichtung einer Nachmittagsgruppe im Kindergarten Oldenbrok und nicht zuletzt durch Inbetriebnahme der Kindertagesstätte Großenmeer.
Die Verwaltung habe viel zu tun gehabt mit der Umstellung auf die kaufmännische Buchführung (Doppik). Dass dadurch die Kommune nicht weniger Schulden hat als vor der Umstellung wurde schmerzlich deutlich mit dem Haushaltsabschluss 2009, wo zum ersten Mal nach drei Jahren wieder ein Defizit ausgewiesen werden musste. „Ein Haushaltskonsolidierungsprogramm ist immer noch erforderlich“, betont Brückmann.
Als Herausforderungen des neuen und vermutlich der weiteren folgenden Jahre sieht Brückmann den Bau der B 211 neu, die geplante Küstenautobahn A 20 und insbesondere ein Nutzungskonzept für die Räumlichkeiten auf dem Nordmilch-Gelände in Strückhausen nach der Schließung von Nord-Eis.
Angesichts der nach wie vor angespannten finanziellen Situation der Gemeinde müssten auch die Anstrengungen verstärkt werden, die Gewerbesteuereinnahmen weiter zu steigern. Mit Blick auf den demografischen Wandel müsse die Gemeinde ihre Wohnbau- und Gewerbeentwicklung auf diese Veränderungen ausrichten. Außerdem müsse im Jahr 2011 verstärkt um Neubürger geworben werden. „Wir sind auf den Zuzug angewiesen“, betont Brückmann, sonst könne auf Dauer die Infrastruktur in den einzelnen Ortsteilen nicht erhalten werden (etwa Einkaufsmöglichkeiten).
