OVELGöNNE - „Kleine Häuser sind ganz besonders strukturiert. Hier kann man eine Menge lernen.“ Dennis Herrmann steht vor einer Milchkanne im Handwerksmuseum Ovelgönne, hat Stift und Block in der Hand und gibt sich vorerst skeptisch. „Wir können noch gar nichts sagen. Wir haben noch nicht einmal alle Räume gesehen.“
Herrmann hat den Masterstudiengang Museum und Ausstellung an der Universität Oldenburg abgeschlossen, schreibt an einer Doktorarbeit und arbeitet zugleich für das Forschungsprojekt „Neue Heimatmuseen – Institutionen der Wissensproduktion“, das an der Universität Oldenburg koordiniert wird. Das Projekt ist auf zunächst drei Jahre befristet und wird von der Volkswagen-Stiftung mit 600 000 Euro gefördert.
Herrmann wird in Ovelgönne sowie den anderen beteiligten Museen bis zum Sommer Grunddaten sammeln, danach beginnt dann die eigentliche Forschungsarbeit.
Aus Herrmanns Sicht ein absoluter Traumjob. „Die Verbindung von Theorie und Praxis gefällt mir hervorragend. Wir sitzen eben nicht im Elfenbeinturm“, sagt der 27-Jährige, der in seiner Doktorarbeit das Thema Räumlichkeiten und Vermittlungselemente unter die Lupe nehmen wird.
Neben Hermann sind im Projekt zwei weiter Doktoranden aus Oldenburg aktiv. Antje Vogt (30) wird sich mit dem Thema „Gaben- und Objektentnahme“ beschäftigen. Bastian Bollmann wird auf „Neue Regionalisierung und Heimatstile“ konzentrieren.
Bollmann (29) weiß, dass auf ihn noch jede Menge Arbeit zukommt. „Wir werden über Jahre beschäftigt sein und unsere Arbeiten werden vermutlich mehrere hundert Seiten umfassen.“
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