OVELGöNNE - Das Handwerksmuseum Ovelgönne steht zunehmend auf solidem Fundament. Der Landkreis Wesermarsch hat bis zum Jahr 2011 eine jährliche Förderung in Höhe von 15 000 Euro zugesagt, die Gemeinde Ovelgönne zahlt für 2008 Zuschüsse für Betriebskosten und geringfügig Beschäftigte in Höhe von insgesamt rund 21 000 Euro. Mit den Zuschüssen vom Arbeitsamt sowie Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern und Spenden weist der Wirtschaftsplan 2008 damit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 56 600 Euro aus.
Der von Rudi Schulenberg, Geschäftsführer des Heimat- und Kulturvereins Ovelgönne als Träger der Einrichtung, erarbeitete Wirtschaftsplan wurde auf der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedet. Zuvor war der Vorstand ebenfalls einstimmig entlastet worden. Die Kassenprüfer hatten eine korrekte Abrechnung bescheinigt. Deshalb bleibt es auch beim Mitgliedsbeitrag von (mindestens) 20 Euro pro Jahr. Der Verein hat 80 Mitglieder.
Ursel Folter ist als Kassenprüferin turnusgemäß ausgeschieden. Nora Dick wird an ihrer Stelle nun gemeinsam mit Anke Pfund die Kasse prüfen.
Die personelle Situation im Museum ist ebenfalls solide. Für die Organisation und Verwaltungsarbeit ist weiterhin Tanja Michaelis zuständig, für die Projektmitarbeit ist seit Anfang des Jahres die Studentin Heike Hummerich (31) aus Oldenburg gewonnen worden, die stundenweise im Museum tätig ist. Die fachliche Betreuung hat seit Oktober wieder Gabriele Speckels, die ehemalige Leiterin des Museums. Ihre stundenweise Tätigkeit für die Ovelgönner Einrichtung wurde durch einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit dem Förderkreis Museum Butjadingen geregelt. Für hausmeisterliche Tätigkeiten und die Anleitung der Caritas-Mitarbeiter ist Klaus Nölke zuständig, der bereits seit Anfang 2007 im Museum tätig ist.
Das Burgmodell soll in diesem Jahr seinen endgültigen Platz am Museum finden. Außerdem sind zwei Sonderausstellungen geplant.
Das Fundament des Museums soll aber noch fester werden: Das langfristige Ziel von Gabriele Speckels ist, die Ovelgönner Einrichtung in Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg zum „Projekt Lehrmuseum“ zu machen. Studierende des Studiengangs „Museum und Ausstellung“ würden dann in Ovelgönne wissenschaftlich arbeiten. „Kontakte stehen und das Interesse ist da“, sagte Speckels vor den Mitgliedern.
