OVELGöNNE - OVELGÖNNE - Das Leipziger Blechbläserquintett „emBRASSment“ gastierte am vergangenen Sonnabend in der Christuskirche in Oldenbrok. 40 Besucher hörten ein großes Repertoire von bearbeiteten Werken der ernsten und unterhaltenden Musik. Zu dem Quintett gehören zwei Frauen und drei Männer sowie Trompete, Tuba, Posaune und Horn.

Zum Auftakt erklingt eine Fanfare in C–Dur, ein kräftiges Stück, bei dem die ganze Kirche mit den Klängen ausgefüllt wird. Das zweite Stück ist von einem unbekannten Komponisten, eine Suite aus fünf Sätzen. Der Schreittanz ist ebenso herauszuhören wie der Springtanz, mit dem die Suite abschließt.

Zwischen den Liedern erzählt Sebastian Haase vom Quintett ein paar Geschichten zu den Komponisten und zu der Entstehung der Lieder.

Nach Vivaldi spielt das Ensemble ein Stück von Händel, das zur damaligen Zeit ein Gassenhauer gewesen sein muss: „Der Harmonische Grobschmied“.

Kein Instrument übertönt bei den Darbietungen das andere, trotzdem ist jedes stets gut auszumachen. Kein Wunder, dass der Applaus nach jedem Stück kräftiger wird.

Mozart, erzählt Haase, war das Gelärme und Gescheppere der Blechinstrumente ein „Dorn im Ohr“. Mit einer Motette für einen vierstimmigen gemischten Chor werden die „mozärtlichen Ohren“ versöhnt.

Dann kommt Bewegung ins Publikum. Nikolai Kähler schmettert den Part des „Figaro“, dazu wippen viele Füße. Das Spiel ist so intensiv, dass die einzelnen Szenen vor dem geistigen Auge vorüberziehen. Für diese gelungene Darbietung ernten die Musiker neben begeisterten Applaus auch „Bravo“-Rufe.

Bei „Carmen“ beginnt die Tuba mit sanften und sinnlichen Tönen, nach und nach kommen die anderen Instrumente hinzu. Auch bei diesem Stück gehen die Zuhörer mit.

Mit einem Satz aus dem Choral „Nun ruhen alle Wälder“ endet die zweite Zugabe.

„Der Abend soll eine musikalische Umarmung sein“, verspricht Sebastian Haase zu Beginn; er hat nicht zuviel versprochen.

„EmBRASSment“ ist übrigens ein selbst kreiertes Kunstwort.