OVELGöNNE - Das 18. Open-Air-Turnier des Reitervereins Ovelgönne war am Wochenende mit rund 1100 Nennungen in 25 verschiedenen Prüfungen so groß wie noch nie zuvor in der über 100-jährigen Vereinsgeschichte. Rund 400 Teilnehmer mit über 700 Pferden kamen nach Ovelgönne. Die 40 freiwilligen Helfer stellte das zunächst vor eine schwierige Frage: Wohin mit den ganzen Fahrzeugen und Pferdeanhängern? Da der Parkplatz an der Reithalle nicht für alle ausreichte, wurde das angrenzende Grundstück eines Landwirtes zusätzlich genutzt.
Aber das war nur ein kleiner Teil der umfangreichen Arbeiten an diesem Wochenende, für die die zahlreichen Helfer gebraucht wurden. In diesem Jahr war das Turnier erstmalig als „Freiland-Turnier“ ausgeschrieben worden. Das beutetet, dass ausschließlich auf dem Reitplatz außerhalb der Halle geritten wird – und das bei jedem Wetter. Diese Besonderheit machte sich bemerkbar, denn vor allem am Sonnabendnachmittag und am Abend gab es unwetterartige Regenschauer.
So wurde es für die Reiter erheblich schwerer, mit ihren Pferden die Hindernisse innerhalb des Parcours zu meistern und dabei noch eine gute Zeit zu erreichen. Besonderes Augenmerk lag hierbei auf dem Boden des Reitplatzes, der seit der Eröffnung vor zwei Jahren der besondere Stolz des Vereins ist. Am Wochenende machte sich die nicht unerhebliche Investition bezahlt – der Platz blieb trotz des starken Regens in einem guten Zustand.
Dennoch herrschte zwischen den Disziplinen Hektik. 20 Helfer waren damit beschäftigt, den Parcours entsprechend der jeweils anstehenden Prüfung umzubauen. Mit Hilfe eines Treckers wurde der Platz geglättet, um für jeden Reiter die gleichen bestmöglichen Bedingungen zu schaffen. Das schlechte Wetter schlug derweil an anderer Stelle zu. Am Sonntag fiel am Richterwagen der Strom aus. Der Zeitplan konnte aber trotzdem weitestgehend eingehalten werden.
Für die meisten Helfer begannen die Turniertage am frühen Morgen und endeten erst spät in die Nacht. Damit die Fußballfans unter ihnen und den Reitern und Zuschauern nicht zu kurz kamen, gab es im Fahrstall ein Public-Viewing-Angebot.
Eine Neuerung in diesem Jahr war auch das Zelt direkt dem Wettbewerbsbereich, in dem es Kaffee, Kuchen und kalte Getränke gab. So konnten alle Besucher und auch die Helfer beim Ausschank den spannenden Turnierverlauf verfolgen.
