OVELGöNNE - Die Erforschung seines Wohnorts Ovelgönne und insbesondere die Sicherung aller Informationen über die Ovelgönner Burg sind sein Lebenswerk. Der über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Autor Walter Folter ist am Sonntag im Alter von 75 Jahren an Herzversagen gestorben.

Den Ovelgönnern ist Folter als akribischer Chronist der Heimatgeschichte bekannt. Die Informationen auf den Tafeln an historischen Gebäuden sind auf seine Mitarbeit in der Agendagruppe der Gemeinde zurückzuführen.

Folter war Mitglied des Rüstringer Heimatbunds und des Ovelgönner Heimat- und Kulturvereins. Außerdem gehört er zu den Gründern des Ovelgönner Sportschützenvereins, dessen Vorsitzender er lange Zeit war. Walter Folter schrieb insgesamt vier Bücher über seine Heimat.

1934 hatte Walter Folter im tschechischen Iglau das Licht der Welt erblickt. Nach der Flucht kam seine Familie im Jahr 1946 in die Wesermarsch. Bei der Firma Röll in Brake wurde Folter zunächst KFZ-Mechaniker und später Autoverkäufer. 1963 machte er sich mit Tankstelle und Werkstatt an der Ovelgönner Bahnhofstraße selbständig. Die Firma leitet heute sein Sohn Michael. Um Walter Folter trauern auch Ehefrau Ursula, die Töchter Ruth und Petra sowie sechs Enkel.