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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Fake News abchecken und die Dragqueen suchen

03.01.2019

Paderborn Kein Buch ist so notwendig wie dieses Buch. „Der Anglizismen-Index“ hilft, berät und klärt. Es geht dabei überhaupt nicht darum, das Englische rundweg abzulehnen. Aber wer Denglisch, also die mehr schlechte als rechte Vermischung von Deutsch und Englisch, vermeiden möchte, der braucht dieses Buch. Längst ist es zu einem Standardwerk für alle Schreibenden geworden, und Jahr für Jahr kommt es aufgefrischt heraus. Diesmal ist es gelb und sollte zumindest in Werbeagenturen, Redaktionen, Schulen und Universitäten stets griffbereit sein.

Der „Anglizismen-Index 2018“ ist kein Buch von Besserwissern, sondern ein notwendiges Nachschlagewerk, eine Orientierungshilfe für alle, die in deutschen Texten englische oder pseudoenglische Ausdrücke vermeiden wollen – oder, was ja auch vorkommen kann, nicht verstehen. Dafür wird – alphabetisch geordnet – links tabellarisch die englischsprachige Version, rechts die deutsche Alternative zum Wort oder zum Ausdruck angeboten.

Nun muss eine Dragqueen nicht zwingend in eine „Fummeltrine“ unbemannt werden. Aber schon bei Ausdrücken wie High-Tech (Spitzentechnik) oder Servicepoint (Auskunft) könnte man ins Grübeln und Ändern kommen.

Unvergessen ist auch die Geschichte jenes amerikanischen Touristen, der in Deutschland einen Schock erlitt, weil er auf Plakaten mit dem Begriff „Public Viewing“ konfrontiert wurde, den die Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 statt Freilichtfernsehen unters Volk gebracht haben. Wahrscheinlich, weil sie weltoffen wirken wollten. Hätte man sich die Mühe gemacht und ein Nachschlagewerk konsultiert, dann hätte man bemerkt, dass es den Ausdruck im britischen Englisch nicht gibt und im amerikanischen Englisch die öffentliche Aufbahrung prominenter Verstorbener meint.

Solche Missverständnisse sollten sich mit diesem Buch vermeiden lassen. Übrigens wurden in der aktuellen Ausgabe über 300 neue Einträge gezählt. Dass sich Fake News (Falschmeldung), abchecken (überprüfen), crunchy (knusprig) und hate (Hass) auch unter den 7700 Anglizismen finden, ist selbstverständlich. Und letztlich entscheiden wir in unserem Sprachgebrauch, ob etwas nur eine Mode oder von Dauer ist.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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