PARIS - Die französische Schauspielerin Maria Schneider, die durch den Kultfilm Der letzte Tango in Paris berühmt wurde, ist tot. Sie starb 58-jährig an den Folgen einer langen Krankheit, wie französische Medien berichten.
In dem Film des Italieners Bernardo Bertolucci (70) spielte die damals 20-Jährige neben dem Amerikaner Marlon Brando (19242004) die Hauptrolle einer jungen Französin, die sich mit einem älteren Amerikaner zu Gesprächen und Sex trifft. Der Streifen, der zeitweilig auch zensiert wurde, hatte damals die Gemüter erregt. Letztlich wurde es ein Kassenerfolg, der zudem den Ruhm von Brando erneuerte.
Weitere Filme, in denen die Tochter des Filmschauspielers Daniel Gélin mitwirkte, sind der Reigen nach Arthur Schnitzler, Das ganz große Ding, Die zweite Haut sowie Keine Zeit für Wunder. Die Schauspielerin litt unter Alkohol- und Drogenproblemen. Die Dreharbeiten zu Bertoluccis Film 1900 im Jahr 1976 brach sie ab. Erst Anfang der 1990er Jahre kehrte sie mit dem Streifen Wilde Nächte wieder auf die Leinwand zurück.
