Paris - Die Retrospektive des französischen Malers Eugène Delacroix (1798–1863) hat alle Rekorde des Pariser Louvre gebrochen. Mit 540 000 Besuchern sei die Ausstellung die meist besuchte Werkschau seit Bestehen des Museums, wie der Louvre am Freitag bestätigte. Täglich seien im Schnitt mehr als 5000 Besucher gekommen.

Die am 23. Juli zu Ende gegangene Werkschau war die erste Ausstellung, die Delacroix seit 1963 in Frankreich gewidmet wurde. Gezeigt wurden über 180 Werke aus allen Schaffensphasen, angefangen von seinen großformatigen Historien- und Schlachtenbildern über seine Tier- und Orientmalerei bis hin zu seinen Porträts und religiösen Arbeiten.

Delacroix gilt als Hauptvertreter der französischen Romantik und wegen seines großzügigen Umgangs mit den Farben als Wegbereiter des Impressionismus. Sein erster großer Ausstellungserfolg war 1822 die „Dantebarke“, die Jahre später von Edouard Manet kopiert wurde.

Die Delacroix-Werkschau wird ab 17. September im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen sein. Laut Louvre ist es die erste Retro­spektive des Malers in den USA. Das Pariser Museum wurde 1793 eröffnet.