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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Bauen: Selbst Dreiecke zum Leben erweckt

18.05.2019

Paris /New York Die Franzosen gelten als stolzes Volk, und einen Auftrag für die Neugestaltung des Louvre in Paris vergibt man nicht an jedermann. Groß war die Überraschung, als I. M. Pei 1983 den Zuschlag bekam und der erste ausländische Architekt wurde, der am Louvre Hand anlegen durfte. Seine Glaspyramide steht heute für Kunst und Moderne in der französischen Hauptstadt und ist der weltbekannte Bau eines Architekten, der geometrische Formen wie Dreiecke, Kreise und Quadrate stilvoll zum Leben erweckte. Nun vermeldete Peis Architekturbüro, dass der chinesisch-amerikanische Stararchitekt im Alter von 102 gestorben ist.

Als „Meister des Lichts“ war Pei teils bekannt – nicht nur, weil er Sonnenlicht in den Untergrund des Pariser Louvre strömen ließ. Trotz all ihrer Ecken und Kanten strahlen Peis Bauten keine Härte, sondern elegante Stabilität aus. Für die Architektur-Website „ArchDaily“ war Pei das „wohl größte lebende Mitglied einer Generation moderner Architekten“. Er habe „diesem Jahrhundert einige seiner schönsten Innenräume und äußeren Formen gegeben“, urteilte eine achtköpfige Jury, die ihm 1983 den Pritzker-Preis verleih.

Den 1917 im südchinesischen Guangzhou (Kanton) geborenen Ieoh Ming Pei, der in Hongkong und Schanghai aufwuchs, zog es mit 17 Jahren in die USA. Die Kunst des schönen Bauens lernte der Sohn kunstaffiner Eltern an bester Adresse: 1935 schrieb er sich an der University of Pennsylvania ein, ehe er in Cambridge und 1946 an der Harvard Graduate School of Design Abschlüsse in Architektur machte.

Unter seinen Dozenten waren die Bauhaus-Architekten Marcel Breuer und Walter Gropius. Als der Zweite Weltkrieg seine Rückkehr nach China verhinderte, waren Boston, New York und Los Angeles bald seine neuen Arbeitsplätze. Mit der amerikanischen Staatsbürgerschaft in der Tasche schuf Pei dann städtische Projekte wie das Mile High Center in Denver, Colorado (1955), den neu gestalteten Hyde Park in Chicago (1959) und den Place Ville-Marie in Montreal (1965).

Bald reihte sich ein prestigeträchtiger Auftrag an den nächsten. Mit der berühmten Glaspyramide in Paris wollten sich nicht alle sofort anfreunden. Auch in Deutschland ging seinem Ausstellungs-Annex für das Deutsche Historische Museum in Berlin zuerst ein Sturm der Entrüstung voraus: Doch die Kritik verstummte, als 1997 der Entwurf für den Anbau mit spiralförmigem Treppenhaus aus Glas und Stahl vorgestellt wurde – heute spricht das Museum beim 2003 eröffneten Pei-Bau hinter dem barocken Zeughaus von einem „atemberaubenden Gebäude“.

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