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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Festival: Pariser Vorstadt bittet zum Tanz

12.05.2017

Oldenburg Amerika bleibt ein Sehnsuchtsort. Etwa der berühmte Cotton Club in New York. Dort wurde wild getanzt in den 20er, 30er Jahren, lange durften das nur die Weißen unter sich. Oder der Savoy Ballroom im Stadtteil Harlem, da konnten sich im Tanzsaal erstmals Schwarze und Weiße ohne Rassenkonflikte zum Tanzen treffen. Das geschah ab 1926, also gerade eben. Der amerikanische Tänzer und Choreograf Andrew Skeels nutzt diese Geschichte für eine Choreografie unter dem Titel „Street Dance Club“.

Seine Truppe aus der Pariser Vorstadt Suresnes kombiniert in 60 Minuten Hip-Hop, angedeuteten Stepptanz, Breakdance oder klassisches Ballett zu einer kunterbunten, fröhlichen und beschwingten Mischung. Sieben Tänzer – vier Frauen und drei Männer – erzählen im Kleinen Haus des Staatstheaters von Freiheit und Befreiung, vom Zusammengehen der Paare, auch von Annäherung und Trennung oder Streit. Doch ungestüme Lebensfreude und nie erlahmende Energie dominieren. Eine alte knisternde Platte läuft offenbar auf einem Grammophon über die Lautsprecher an und versetzt uns in die 20er und 30er Jahre. Satte, warme Klänge wie von alten Revue-Kapellen kuscheln uns in die Vergangenheit zurück.

Der Savoy Ballroom stand für alle Hautfarben offen. Er verschmolz Tanzkulturen, die nun in der Choreografie „Street Dance Club“ an- und durchgespielt werden. Darunter ist etwa der Lindy Hop. Der wirkt wie eine frühe Variante des Boogie-Woogie und des akrobatischen Rock’n’ Roll. Für einige attraktive Solo-Auftritte mit kräftigem Rotieren auf einer Körperstelle oder auch nur einer Hand auf dem Boden hagelt es Szenenapplaus. Und der Charleston zittert sich häufig und hübsch durch die Körper, besonders der Tänzerinnen. O- und X-Beine wechseln sich dabei wirbelig schnell ab.

Die Erinnerung an die herrlichen alten Tanzstile unterhält uns wunderbar. Diese Erinnerung beschwört die Utopie einer Gemeinsamkeit, die alle wollen, aber leider wenige wirklich leben.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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