Oldenburg - Raketen, Böller, Musik und jede Menge Sekt: Tausende Oldenburgerinnen und Oldenburger haben in der Silvesternacht das neue Jahr ausgelassen und lautstark begrüßt – mit der Familie oder Freunden zuhause oder in den Lokalen der Stadt. Viele Partys waren ausverkauft. Zahlreiche Oldenburger zog es zur Feier „Silvester in der City“ von Amadeus, Swutsch, Cubes, Loft, Cesar und Kranich, andere in die Wallstraße, in die Beisserei, ins Seelig oder zu den „Tuesbrassers“, die zusammen mit DJ Ismet Tolan die Kulturetage rockten. Störungen und größere Zwischenfälle wurden nicht bekannt. In vielen, aber bei weitem nicht in allen Fällen, wurden gröbere Knaller-Reste danach von selbst wieder weggeräumt. Die Stadt hatte keine Extra-Reinigung für die Nacht oder den Sonntag eingeplant.

Das Staatstheater zählte bei drei Vorführungen und der Silvesterparty zusammen rund 4000 Besucher. Generalintendant Christian Firmbach sprach von einer „ganz tollen Atmosphäre“. Aus Sicht der Polizei verlief die Silvesternacht weitgehend in geregelten Bahnen. Bis in den frühen Morgen sei in der gut besuchten Innenstadt zumeist friedlich gefeiert worden, hieß es am Sonntag.

Auch die Großleitstelle, die für die Landkreise Ammerland, Cloppenburg, Oldenburg und Wesermarsch sowie die Städte Delmenhorst und Oldenburg. zuständig ist, sprach von einer weitgehend normalen Silvesternacht. Wie in den Vorjahren war die Silvesterschicht doppelt besetzt. Insgesamt wurden 26 Feueralarme – darunter der in Metjendorf (siehe Seite 9 Region und Seite 29 Oldenburg ) – registriert. In sieben Fällen wurden Rettungsdienste wegen Böller-Verletzungen gerufen.

In Oldenburg war die Polizei nach eigenen Angaben bei mehreren kleineren Schlägereien schnell mit starken Einsatzkräften vor Ort. Die Situation habe sich aber zumeist beruhigt, ohne dass die Kräfte eingreifen mussten. Dennoch gab es mehrere Anzeigen wegen Körperverletzungen. In einem Fall wurden Beamte von einem 19-Jährigen beleidigt, als sie mit dem Streifenwagen an dem Mann aus der Wesermarsch vorbeifuhren.

Christoph Kiefer
Christoph Kiefer Reportage-Redaktion (Chefreporter)