Frankfurt/Main - Im Streit um den Suhrkamp Verlag hat Miteigentümer Hans Barlach eine Klage gegen Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz zurückgezogen. Der 58-Jährige kam damit am Dienstag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt einer drohenden Prozessniederlage zuvor. Über das Ende der Insolvenz für den traditionsreichen Verlag ist aber noch nicht entschieden. Das Tauziehen geht weiter.
Barlach hatte der Verlagschefin nachträglich verbieten lassen wollen, über ihren eigenen Sanierungsplan für das angeschlagene Unternehmen abzustimmen. Nachdem der Vorsitzende Richter Dietmar Zeitz in der Berufungsverhandlung deutlich gemacht hatte, dass er Barlachs Anliegen für unbegründet hält, zog dieser seinen Antrag zurück.
Der von Unseld-Berkéwicz vorgelegte Insolvenzplan sieht vor, den Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln. Barlach, der 39 Prozent am Unternehmen hält, würde damit weitreichende Mitspracherechte verlieren.
