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NWZonline.de Nachrichten Kultur Personen

Keine Berührungsängste vor Leichen

12.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-16T07:45:41Z 280 158

Josefine Preuß:
Keine Berührungsängste vor Leichen

Hamburg Josefine Preuß hatte ihre ersten TV-Rollen schon als Kind. Aber mit Mitte 20 hätte sie sich vorstellen können, noch Gerichtsmedizinerin zu werden, wenn es mit der Schauspielerei nicht mehr gelaufen wäre, erzählte sie im Interview mit dem „Zeit-Magazin“ (Ausgabe 3/2017). „Ich finde die Umstände, unter denen Menschen zu Tode kommen, sehr interessant: Ist der Fundort der Tatort? Wie lange ist der Mensch schon tot?“, sagte die 30-Jährige. „Ich hätte auch keine Berührungsängste, Leichen aufzuschnippeln.“ Diese Faszination komme von ihrem Vater, einem Polizeidirektor. „Wenn er früher Arbeit mit nach Hause nahm und vergaß, den Laptop zu schließen, dann schaute ich mir die Tatortfotos an und suchte das Einschussloch.“

Von TV-Krimis hält Josefine Preuß nicht übermäßig viel. Die Arbeit der Polizei werde im Fernsehen oft falsch dargestellt. „Mein Vater war früher beim SEK. Auch bei Gangsterfilmen stöhnt er immer.“ Selbst als Kommissarin Verbrecher zu jagen, ist für sie kein Wunschziel: „Vor zehn Jahren war „Tatort“-Kommissar noch etwas, was man auf den Sockel gestellt hat.“ Aber dann seien ständig neue Städte hinzugekommen, und der „Tatort“ sei inflationär geworden. „In fünf Jahren werden die Schauspieler wertvoll sein, die noch nie in einem „Tatort“ gespielt haben.“

Preuß wurde im brandenburgischen Zehdenick geboren. Einem breiten Publikum wurde sie durch die ARD-Vorabendserie „Türkisch für Anfänger“ bekannt. Im ZDF ist sie bald in dem Zweiteiler „Das Sacher. In bester Gesellschaft“ (16. und 18. Januar) zu sehen.

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