Wüsting - Mit dem typischen „Tuck-tuck-tuck“ zieht der Eicher-Trecker seine Bahnen. Kartoffel-Pflanztag ist bei den Treckerfreunden Wöschenland angesagt.
Auf einem Acker des Messegeländes der Landtage Nord in Wüsting haben große und kleine Helfer in diesen Tagen die Knollen in die Erde gebracht, damit sie im August, pünktlich zu den Landtagen, geerntet werden können.
So wie früher – mit viel Handarbeit – wurde gepflanzt, aber auch schon mit Maschinenunterstützung. Die Maschinen sind allerdings lange nicht so groß wie heute.
Der Eicher EKL 15 aus dem Jahr 1953 hat gerade mal 16 PS unter der Haube, erzählt Treckerfreund Rainer Punke. Er hat seinen Oldtimer vor ein fast ebenso altes Ackergerät gespannt. Ein Niemeyer-Vielfachgerät aus dem Jahr 1957.
„Vielfach“, weil sich mit dem immerhin auch schon fast 60 Jahre alten Gerät verschiedene Aufgaben erledigen lassen. Durch unterschiedliche Anbauteile. So wurden mit dem Gerät auf dem zuvor gepflügten und geeggten Acker zunächst die Löcher gemacht, damit die Helferinnen und Helfer die Kartoffeln von Hand pflanzen konnten. Zum Schluss kam dann noch einmal das Vielfachgerät zum Einsatz, um die Kartoffelreihen anzuhäufeln.
„Auf den Landtagen werden wir mit den Kindern jeden Tag zwei Reihen ernten“, erzählte Uwe Schlötelburg von den Treckerfreunden. Natürlich auch mit alten Geräten. Und die Kartoffeln werden von Hand gesucht. Das ist immer eine besondere Attraktion für die jungen Besucher.
„Zwei Reihen lassen wir für den Kindergarten stehen, der dann in der Woche darauf vorbeischaut“, berichtete Schlötelburg.
Rund 200 Kartoffelsorten gibt es insgesamt. Auf dem Wüstinger Acker wachsen nun die Sorten „Laura“ und „Fidelia“ heran, die Kartoffel-Händler Helmut Schlötelburg für die Pflanzaktion der Treckerfreunde lieferte.
Nun können die Erdäpfel wachsen. Damit das auch was wird, kümmert sich Gerold Hohnholz um den Acker.
