Ganderkesee - „Alles begann im Herbst 1989“, erinnert sich Zita Hobbensiefken. Die Ganderkeseerin ist seit dem ersten Treffen des Gesprächskreises für pflegende Angehörige dabei. Dieses Jahr feiert der von der Diakonie angebotene Kreis das 25-jährige Bestehen.
Mit Frank Eden – zuständig für die Sozialarbeit im Kirchenkreis – übernahm vor einigen Jahren erstmals ein Mann die Leitung. „Von den Frauen wurde ich bis jetzt noch nicht diskriminiert“, scherzt er. Von Eden stammt auch die Idee, einen Gesprächskreis speziell für Männer ins Leben zu rufen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen. Sie treffen sich alle drei Wochen im kleinen Kreis, die Frauen einmal im Monat. Dabei werden Erfahrungen ausgetauscht und sich gegenseitig Mut zugesprochen.
„Unter Gleichgesinnten fällt das Reden einfach leichter“, erläutert Zita Hobbensiefken. Sie hat selbst jahrelang Angehörige zu Hause gepflegt. Um ihre Erlebnisse zu verarbeiten, begann sie damals, ein Tagebuch zu schreiben. Heraus kam ein Buch, in dem sie alltägliche Probleme der Pflege zu Hause anspricht. Die Idee dazu hatte sie in einem der Gesprächskreise.
Derzeit treffen sich regelmäßig zehn Frauen in den Räumen des Ev. Gemeindehauses. Vier neue Mitglieder sind in den vergangenen Monaten dazugekommen. „Das Thema Pflege ist immer noch sehr präsent“, erklärt Frank Eden. Besonders bei demenzkranken Angehörigen fühlen sich viele allein gelassen.
