Ich möchte so die plattdeutsche Sprache fördern – und auch selbst mehr platt zu sprechen“, begründet Lothar Mann (53) seine bereits siebenjährige Tätigkeit als Laienschauspieler im „Ohmster Plattdütschen Vereen“.
„Früher habe ich plattdeutsche Theaterstücke belächelt“, erzählt er, „doch dann schaute ich mir die Aufführungen genauer an – und kam zu dem Entschluss, das möchtest du auch machen“. Nach und nach übernahm er größere Rollen. „Plattdeutsch ist eine herrliche Sprache, mit der man sagenhaft viel ausdrücken kann“, schwärmt er. Mittlerweile konnte er auch Ehefrau Meike für Niederdeutsch begeistern, so dass auch sie bereits seit vier Jahren der Theatergruppe angehört.
„Im September und Oktober wird 25 Mal geübt, bevor es dann zu drei Aufführungen im Müggenkrug und weiteren Vorstellungen an anderen Orten kommt“, berichtet Lothar Mann, hauptberuflich bei der Barmer-Krankenkasse beschäftigt.
Das aktuelle Stück der Ohmsteder Theatergruppe trägt den Titel „Strandräubers“. Es stammt von dem Wardenburger Autor Gerhard Bohde („Er war schon voll des Lobes über unsere Aufführung“).
In der Familie – zu der noch Tochter Annika (20) und Sohn Tobias (18) zählen – wird sehr zu seinem Leidwesen nur wenig Plattdeutsch gesprochen. Sein zweites großes Hobby ist Fußball, wo ihn besonders der VfB interessiert. „Hoffentlich geht es jetzt endlich wieder nach oben“, drückt er seine Hoffnungen aus. har
Lothar Mann
Fachangestellter
