Augustfehn - „Wir haben uns gut unterhalten. Schön, dass das Gespräch so in die Runde gelaufen ist“, freute sich Charly Weber, Moderator des ersten „Fehntalks“, über eine lebhafte und anregende Unterhaltung. Knapp 70 Besucher waren zur Auftaktveranstaltung in die Bürgerschule gekommen. Die kleine Bühne, die sich der Freizeit- und Kulturkreis Bokel-Augustfehn angeschafft hat, war zu einem gemütlichen Wohnzimmer mit grauem Sofa und Sesseln für die Talkrundengäste hergerichtet worden.
„Der grenzübergreifende Schmuggel zwischen Oldenburg und Ostfriesland zur Zeit der Kontinentalsperre“ war Thema des ersten „Fehntalks“. Gerhard Bürjes (Detern), Werner Orth (Augustfehn) und Heino Boyken (Vreschen-Bokel) berichteten. Die interessierten Gäste nutzten den „Fehntalk“, um ihr Wissen zu ergänzen. „Gibt es etwas über Salzgassen?“, „Was ist ein Mu?“ oder Fragen zur Zollstation Stickhausen wurden gestellt. Vorgetragen wurde ferner eine Geschichte von Heino Boyken über die Heirat eines Paares mit unterschiedlicher Konfession. Mit Blick in die jüngere Geschichte erfuhren die Gäste etwas über die „Petroleum-Abschiedsfeier“ von 1952, als Bokelermoor elektrisches Licht erhielt.
„Wir möchten den ,Fehntalk‘ als Institution fortführen. Welche Themen wären interessant?“, fragte Charly Weber in den Raum. „Die Gründung von Vreschen-Bokel“, „Hintergrund der Aper Festung“, „Entwicklung der Landwirtschaft – früher und heute“, „Bedeutung der Straßennamen“, „Schiffsbau“: Eine Fülle an interessanten Vorschlägen hatten die Besucher parat. „Wir freuen uns über Anregungen aus der Bevölkerung, gerne auch abseits der kulturhistorischen Geschichte“, so Weber. Angedacht sind etwa vier Veranstaltungen in den Wintermonaten.
Karl-Heinz Matten stellte zudem das Projekt „Restaurierung des Springbrunnengeländes“ vor. Der Freizeit- und Kulturkreis und einige persönlich engagierte Mitglieder möchten das Springbrunnengelände wieder mit Leben füllen. Der Verein wirbt daher um freiwillige Spenden. „Das Projekt ist auf einem guten Wege. Die Gemeinde bemüht sich beim Land um Zuschuss aus dem Programm zur Dorferneuerung“, so Weber.
