Tossens - Unter den rund 1000 Gedichten, die Reinhard Rakow bisher verfasst hat, ist „Am Anfang war das Rot“ das mit Abstand längste: ein Poem, das den Bogen spannt von der Entstehung des Lebens über die Geschichte der Menschheit, über das Werden und Vergehen, bis hin zu dem, was alles zusammenhält. „Am Anfang war das Rot“ ist auch der Titel einer Konzertlesung, die Reinhard Rakow gemeinsam mit Volkmar Stickan (Violoncello) am Sonnabend, 5. Juli, ab 19.30 Uhr in der St.-Bartholomäus-Kirche in Tossens gestaltet.
Volkmar Stickan, Gründungsmitglied des Skiron-Quartetts und des Cello-Orchesters Oldenburg, ist neben seiner Tätigkeit im Staatsorchester Oldenburg langjährig als Solist und in kammermusikalischen Formationen unterschiedlicher Genres, auch in den Bereichen Neue Musik und Jazz, aktiv. Eine intensive Zusammenarbeit pflegt er zum Beispiel mit der Akkordeonvirtuosin Barbara Andreae – und eben mit Reinhard Rakow.
Stickan und Rakow haben in den vergangenen Jahren mehr als zehn Konzertlesungen miteinander gestaltet, in denen sich Cello-Kompositionen und -Improvisationen mit Reinhard Rakows Rezitationen verbinden. Von allen Werken, die Rakow als Autor veröffentlicht hat, darunter Romane, Erzählungen und Novellen, eignet sich „Am Anfang war das Rot“ in besonderer Weise für eine „wort-musikalische“ Inszenierung.
Sprache, poetische zumal, hat einen reichen Klang, Melodie und Rhythmus. Reinhard Rakow weiß dies durch die Art seiner Lesung sinn- und sinnenfällig zu machen. Volkmar Stickan nutzt dabei sein schier grenzenloses Wissen um das Spektrum seines Instruments, um Spannungsbögen zu bauen, den Text musikalisch zu bebildern oder zu kommentieren. Cello und Wort durchdringen und ergänzen sich so zu einer neuen, sehr eigenen Einheit.
