Wildeshausen - Auch wenn es spät wird: Landrat Frank Eger nimmt ein Buch mit ins Bett. „Ich lese immer vor dem Schlafen. Und ich habe auch immer ein Buch im Auto.“ Zusammen mit Kreszentia Flauger (Die Linke), Vera Debicki, Gerda Lehmensiek (beide SPD) und Manfred Rebensburg (Grüne) war Eger anlässlich des bundesweiten Vorlesetages in die Hunteschule gekommen.
Im Gepäck hatten die Politiker selbst ausgewählte Kinder- und Jugendbücher – um daraus vorzulesen. Vera Debicki hatte „Neue Punkte für das Sams“ von Paul Maar dabei, Gerda Lehmensiek (SPD) las vor aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren, Manfred Rebensburg traute seinen Neuntklässlern „Tschick“ zu von Wolfgang Herrndorf. Und Landrat Eger hatte ein Buch dabei, das er selbst schon verschlungen habe: „Der Kleine Hobbit“ von J. R. R. Tolkien. Für die Herr-der-Ringe-Trilogie habe er sich zu Studienzeiten ein Wochenende lang eingeschlossen, erzählte Eger.
Ziel des Vorlesetags ist es, Schülern Lust aufs Lesen zu machen. „Lesen ist schon deswegen wichtig, weil es die Fantasie anregt. Es geht dabei um flexibles Denken. Das wird durch Fernsehen und Konsolenspiele, bei denen Kinder alles vorgesetzt kriegen, kaum genutzt. Lesen fördert die Kreativität und das Vorstellungsvermögen“, sagt Konrektorin Martina Zahl.
Er selbst habe Zuhause rund 800 Bücher, sagte Landrat Eger. Kreszentia Flauger entgegnete: „Bei mir sind es 2000“. In den Klassen lauschten die Schüler in der dritten Stunde den Vorlesern, anschließend gab es noch Gesprächsrunden zu den Büchern.
