Oldenburg - Die Einbruchszahlen im gesamten Stadtgebiet und auch darüber hinaus steigen weiter an – eine echte Erklärung hat die Polizei dafür aber nicht. Und bislang auch noch kein probates Gegenmittel.

Kurzfristig werde man deshalb „operativ deutlich stärker“ in die Ermittlungen einsteigen, so Sprecher Franz Reinermann. Geplant seien nicht nur öffentlichkeitswirksame Aktionen zur Aufklärung, sondern auch Großkontrollen und mehr Streifentätigkeiten – dann vor allem verdeckte Ermittlungen, und dies rund um die Uhr.

Da besonders das Stadtgebiet „westlich der Autobahn“ betroffen sei – die Innenstadt also seltener Ziel der Einbrecher ist – dürften sich die Aktionen auch auf diesen Bereich konzentrieren.

„Der Trend bei den Tageswohnungseinbrüchen ist eindeutig“, so Reinermann zu den gestiegenen Fallzahlen, „das versuchen wir einzudämmen“.

Dabei ist man aber auch auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen – nicht nur bei der Aufklärung von Straftaten, sondern schon bei der Gefahrenabwehr. Denn oft genug verlocken bereits knapp geöffnete Fenster zum Einbruch. Sichtbare Wertgegenstände hinter gläsernen Terrassen- oder Haustüren können ebenfalls Grund genug sein. Nicht zuletzt sollten Nachbarn aufmerksam für ungewöhnliche Geräusche und „Besucher“ auf dem Nebengrundstück sein.