Oldenburg - Gelungene Premiere: Gute Kritiken erhielt der Oldenburg-Tatort, der am Sonntag erstmals beim Filmfest in Hamburg zu sehen war. 370 Zuschauer verfolgten die Ermittlungen der Kommissare Falke (Wotan Wilke Möhring) und Lorenz (Petra Schmidt-Schaller). Unter den Besuchern im voll besetzten Kino-Saal befanden sich auch die Oldenburger Polizisten Stephan Klatte und Janina Schäfer.

„Großartig. Es ist ein wirklicher guter Film geworden“, lobten die beiden Beamten der Polizeiinspektion, die bei den Dreharbeiten im April am Theodor-Tantzen-Platz als Komparsen vor der Kamera gestanden hatten.

„Die Feigheit des Löwen“ lautet der Titel des in Hamburg und Oldenburg gedrehten NDR-Tatorts. Thema ist der Schrecken des syrischen Bürgerkriegs. Die TV-Kommissare sind im Film einem Schleuserring auf der Spur.

Das Ergebnis der wochenlangen Dreharbeiten schaute sich am Sonntag auch Wotan Wilke Möhring in Hamburg an. Zu den weiteren Ehrengästen gehörten Regisseur Marvin Kren und die Tatort-Schauspieler Husam Chadat, Karoline Eichhorn und Navid Negahban (bekannt aus der US-Serie Homeland).

Das Premieren-Publikum bekam stimmungsvolle Bilder von Oldenburg (bei Sonnenaufgang und im Nebel) zu sehen. Gefilmt hatte der Kameramann diese Szene von den Agravis-Silos am Hafen. Groß in Szene gesetzt wurde die Fassade der LzO-Zentrale – als angebliches Krankenhaus.

Beeindruckt war Stephan Klatte vor allem von der dramatischen Schlussszene am Theodor-Tantzen-Platz. Und Janina Schäfer sagt: „Die Handlung ist zum Teil sehr bedrückend. Das geht einem nahe.“

Im Fernsehen läuft der Krimi erst am Sonntag, 30. November. Wie der NDR am Montag auf Anfrage berichtete, ist für den 20. November eine Kinovorstellung in Oldenburg geplant. Für die Oldenburger Polizisten gibt es im Krimi übrigens keinen großen Auftritt: Stephan Klatte: „Die Szenen mit uns fielen leider der Schere zum Opfer.“