Oldenburg - Stefan Mühlhaus gibt sich ganz entspannt: „Von unserer Seite aus kann’s losgehen“, sagt der „Polyestival“-Organisator. Die vierte Auflage des Musikfestivals ist am Himmelfahrtstag (Donnerstag, 5. Mai) geplant. Zehn unterschiedliche Bands und Künstler werden im „Polyester“ (Am Stadtmuseum 15) auf zwei Bühnen auftreten. Einlass ist ab 14 Uhr, los geht’s um 15 Uhr.

„Dieser Tag wird von einer ausgelassen friedlichen Atmosphäre getragen sein“, verspricht Mühlhaus. Er kündigt ein „Happening für aufgeschlossene Menschen“ an, die offen sind für Livemusik jenseits des Massen-Geschmacks. Vom Songwriter über den Soundtüftler, von Blues über Rock bis hin zu Surfpunk und düsterem Folk reiche das Spektrum.

Ein Heimspiel hat die Oldenburger Band „Elliptic Cube“. Das junge Quartett spielt Indie-Rock, der mit Funk-Elementen angereichert ist. Ebenfalls für Lokalkolorit sorgt die 19-jährige Michelle Ailjets. Die Singer-Songwriterin überzeugt mit schönen Melodien und tiefgründigen Texten. Aus Bremen kommt das Elektro-Rock-Trio „We had to leave“, das für „progressives Geschrammel und melodiösen Gesang“ steht. Die Berliner Band „Wuttke“ bietet „Kurzstreckenrock nach Hamburger Schule“. Surfpunk und Garagenrock spielt die Wiebadener Band „The Razorblades“. Düstere Töne schlägt das Duo „Carny Lingo“ an: Als „Dark Blues“ bezeichnen die Hamburger ihren Stil.

Auch das vierte „Polyestival“ hat internationales Flair: Die Band „She owl“ reist aus San Francisco an und spielt Dark Folk und Weltmusik. Keine „Jeansbüglermusik“, sondern „dreckigen Blues“ versprechen „The End Men“ aus New York. Der Däne Rolf Hansen alias „Il Tempo Gigante“ baut mit E-Gitarre und Loopmaschine Songs jenseits aller Folk-Klischees.

Mit wuchtigem Rock lässt die Bielefelder Band „Stonerhead“ das Festival ausklingen.

Für Stärkung sorgt ein Catering-Service mit Angeboten auf vegetarischer und veganer Basis. Die Initiative zum Festival hatte Mühlhaus im Jahr 2013 gegeben, um eine Alternative zu Vatertagsfeiern zu bieten. Aus der Grundidee, Bands im „Schaufenster“ des Klubs auftreten zu lassen, hat sich ein Konzept mit zwei Bühnen entwickelt, die abwechselnd bespielt werden.