Hohefeld - Wenn der Herbst anfängt, sprießen sie wieder in den Wäldern und auf den Feldern in der Umgebung: Pilze. Einige besonders große Exemplare haben nun Sabrina Fangmann und ihr fünfjähriger Sohn Michel entdeckt. Bei einem Ausritt in Hohefeld fanden die Altenoyther mehrere Prachtexemplare.
„Der ist ja fast so groß wie mein Kopf“, sagt Michel und lacht, als er einen hellbraunen Pilz in der Hand hält. Über 30 Zentimeter misst der Hut des größten Fundes. Auch im heimischen Garten haben die beiden einige beeindruckende Exemplare entdeckt. „Eigentlich bauen wir dort Kürbisse an. Die sind dieses Jahr leider nicht besonders groß gewachsen. Dafür sind die Pilze umso größer“, berichtet Sabrina Fangmann.
„Wir kennen uns allerdings nicht gut mit Pilzen aus. Wir wollen uns erst einmal schlau machen, ob sie überhaupt essbar sind.“ Fangmann vermutet, dass es sich bei den Pilzen mit den hellbraunen Hüten um Ackerschirmpilze handelt, die dunkelbraunen konnte sie auch nach eifriger Internet-Recherche nicht klar identifizieren.
„Anhand von Fotos ist es bei der großen Artenvielfalt kaum möglich, die Sorten eindeutig zu bestimmen“, meint auch Dr. Gustav Schünemann. Der Elisabethfehner ist Experte auf dem Gebiet der Mykologie (Pilz-Forschung) und mahnt Pilz-Sammler, die in diesen herbstlichen Tagen auf die Suche gehen, zur Vorsicht: „Man sollte sich im Vorfeld informieren, zum Beispiel bei einer Pilzwanderung. Dort geben Experten aus erster Hand Tipps zu den einzelnen Pilz-Sorten.“ Es gebe „sehr feine Unterschiede“, die es zu beachten gilt. In Deutschland, schätzt Schünemann, existieren bis zu 20 000 unterschiedliche Arten.
In diesem Herbst gebe es besonders viele Pilze zu entdecken, sagt er: „Die Pfifferlinge sind aufgrund der Witterung im Mai und Juni ausgeblieben und sprießen jetzt erst allmählich. Die feuchte Witterung trägt positiv dazu bei. Zudem war es lange Zeit recht warm.“
Pilze seien „sehr anpassungsfähig“, so der Experte. Selbst an toten Materialien wie Stroh oder altem Holz könne man sie entdecken.
Michel Fangmann will seinen tollen Fund nach reiflicher Überlegung jedenfalls nicht essen. „Die Riesen-Pilze zeige ich lieber meinen Freunden im Kindergarten“, kündigt der Fünfjährige an.
