Ahlhorn - Noch im August vergangenen Jahres hieß es in einem NWZ -Artikel „Bürgerverein sorgt sich um Pavillon am Dorfplatz“. Damals wehrte sich der Verein gegen die Pläne der Gemeinde, den Pavillon auf dem Dorfplatz beim Faustball-Stadion an der Katharinenstraße abzureißen. Grund für diese Überlegung war der anhaltende Vandalismus durch größere Menschenansammlungen. Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidkte (SPD) sagte damals zu, den Pavillon zum Thema in der Politik zu machen und außerdem den Bürgerverein in die Gespräche einzubeziehen.
Inzwischen wurden dem Vandalismus einige Maßnahmen entgegengesetzt. Ein Zaun wurde angebracht, damit Autos nicht mehr so nah an den Unterstand fahren können. Licht soll den Platz besser einsehbar machen, dafür werden zudem noch Bäume und Büsche rund um den Platz zurückgeschnitten.
Nun soll Osman Fawaz für mehr Ruhe auf dem Platz sorgen. Er betrieb das „Steh Café“ in unmittelbarer Nähe des Dorfplatzes und soll nun als Pate des Pavillons fungieren. „Wir sind froh, dass wir mit Osman Fawaz jemanden gefunden haben, der hier mal nach dem Rechten schaut“, erläutert Bürgermeister Schmidtke beim Pressetermin. Bereits in der Vergangenheit hat der Ahlhorner auf dem Dorfplatz für Ordnung gesorgt. „Er soll als Pate eine Autoritätsperson sein“, freut sich Rolf Löschen, Vorsitzender des Bürgervereins, über das Engagement des Ahlhorners.
Quietschende Reifen auf dem Platz vor dem Pavillon, ein Zusammenstoß mit dem Zaun um das Gebäude, Lärmbelästigung, Müll, mutwillige Zerstörung des Daches und Geschwindigkeiten von über 50 km/h in der anliegenden Spielstraße sind laut Fawarz keine Seltenheit. Da sein Gebäude mit dem Café direkt neben dem Dorfplatz am Faustball-Stadion liegt, bekommt er so einiges mit. Und auch kursierende Videos von Unfällen und riskanten Fahrmanövern hat er schon auf sein Handy geschickt bekommen. „Wo sollen die Jugendlichen sonst hin? Es fehlt ein richtiger Treffpunkt“, findet der Ahlhorner. „Wir arbeiten daran und suchen verschiedene Lösungen“, entgegnet Schmidtke. Der Dorfplatz soll aber ausdrücklich eine Begegnungsstätte bleiben, führt der Bürgermeister weiter aus.
Dass der Ort von verschiedenen Personengruppe intensiv genutzt wird, beobachtet auch der neue Streetworker Ralf Book. „Der Pavillon ist Treffpunkt für Menschen im Alter von 14 bis 30 Jahren verschiedener Nationen“, so Bock. Die sich treffenden Gruppen würden sich untereinander kennen und hätten prinzipiell keine Probleme miteinander. Auch Book will den Platz mit beobachten.
