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PROJEKT Über 1000 Schüler tauschen Klassenraum mit Kino

Filmkunst statt Unterricht– Es gibt noch Kinokarten

Freie Plätze

gibt es für folgende Vorstellungen:

„Kleine Helden“,

Mittwoch, 4. März, 8.30 Uhr (ab 6 Jahre)

„Hoppet“,

Mittwoch, 4. März, 11 Uhr

(ab 8 Jahre)

„Napola“,

Donnerstag, 5. März, 11 Uhr (ab 14 Jahre)

Anmeldungen

bei den Lindenhof-Lichtspielen unter 04431/6415 oder www.schulkinowochen-nds.de

wildeshausen/BT Insgesamt über 1000 Wildeshauser Schüler von der Grundschule bis in die Sekundarstufe II machen in dieser Woche das Kino zum Klassenraum. Bis Freitag, 6. März, laufen in den Lindenhof-Lichtspielen die 5. Schulkinowochen. Das Kino öffnet an den Vormittagen seine Türen und zeigt sechs Filme. Das Programm, in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Kultusministerium zusammengestellt, umfasst unterrichtsbezogene Filme für alle Altersgruppen.

Den Auftakt machten am Montag der schwedische Film „Zwei kleine Helden“ für Kinder ab sechs Jahre, der Migration und Religion zum Thema hat. Anschließend wurde „Napola – Elite für den Führer“ des deutschen Regisseurs Dennis Gansel gezeigt. Im Kinosaal saßen an diesem Morgen 59 Schüler der Klassen 9 a und b der Realschule Wildeshausen. Im Deutsch- und Geschichtsunterricht mit ihren Lehrern Manuela Hayna und Christian Langfermann hatten die Neuntklässler den Kinobesuch zum Thema Nationalsozialismus vorbereitet. Filmkritik und eingehende Besprechung des Filmes folgen dann nach dem Kinobesuch, erzählt Hayna.

„Napola“ – kurz für Nationalpolitische Erziehungsanstalten – erzählt die Geschichte des 17-jährigen Amateurboxers Friedrich, der 1942 seine große Chance ergreift, seine Boxkarriere voranzutreiben statt in einer Fabrik als Arbeiter zu enden. Er wird Schüler in der elitären Erziehungsanstalt Allenstein – gegen den Willen seines Vaters, der ein Gegner der Nazis ist.

„Film kommt ja immer gut an“, sagt Hayna über die Schulkinowochen. In diesem Fall besonders bei Schülern, die sich für historische Themen interessieren. So wie Malte Stenzel und Dennis Bothe aus der 9a. Sie kennen „Napola“ schon aus dem Fernsehen. „Besser, wenn man einen Film nochmals sieht“, sagt Malte. „Napola“ zeige gut, wie das Leben damals während des NS-Zeit war, finden die beiden Jungen. Außerdem könne man sehen, wie sehr auch die Kinder beeinflusst wurden.

Auch Kinoinhaber Heinz Rigbers freut sich über die gute Resonanz und die „bisher besten Schulkinowochen“ seit der Premiere 2005. Er hatte „Napola“ beispielsweise für die Aufnahme ins Programm vorgeschlagen. „Der Film war 2004 bei Schulvorstellungen sehr gut angekommen“, erinnert sich Rigbers.

In ganz Niedersachsen werden seit dem 16. Februar bis zum 13. März Schulklassen zu Kinobesuchern. Insgesamt 110 Lichtspielhäuser beteiligen sich landesweit. Ziel des Projektes von Vision Kino, dem Netzwerk für Film und Medienkompetenz, und dem Film- und Medienbüro Niedersachsen, ist es, Film- und Medienkompetenz zu stärken und zur Auseinandersetzung mit den thematischen und den künstlerischen Aspekten der Beiträge anzuregen. Förderer sind u.a. das Kultusministerium und die Landesmedienanstalt.

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