Oldenburg - Das erste Stück der neuen Spielzeit, „Bunker Tagebuch“, feiert am Sonnabend, 23. April, um 19 Uhr im Unikum (Uhlhornsweg 49 bis 55) Premiere. Das Stück ist die Adaption des preisgekrönten Jugendromans „The Bunker Diary“ von Kevin Brooks.
Das Stück handelt von sechs Menschen, die zusammen in einem Bunker aufwachen, ohne zu wissen, wie sie dort hineingekommen sind. Sie sind offensichtlich entführt worden und gezwungen, auf engstem Raum die Aussichts- und Sinnlosigkeit der Situation zu bewältigen. Der Zweck der Entführung und warum genau diese Personen ausgewählt wurden, ist ebenso unklar wie die Identität des Täters. Dabei stoßen sechs völlig verschiedene Persönlichkeiten mit den unterschiedlichsten Geschichten aufeinander, was zu ungeahnten Banden, aber auch zu Verrat innerhalb der Gruppe führt. Psychologische Abgründe von Menschen in ihrer ganzen Verletzlichkeit tun sich auf und Schicksale offenbaren sich. Eintönigkeit und Willkür werden zur Folter eingesetzt.
Eines der Opfer, der 16-Jährige Linus, beschreibt in seinem Tagebuch, welches als Grundlage dient, die wechselnde Gruppendynamik und die Spannungen und Erfahrungen, welche die grausame Situation mit sich bringt. Auch die Altersunterschiede führen zu Konflikten, denn neben Linus (Cornelius Steinbrink) gibt es noch die 9-Jährige Jenny (Dana Ortgies). Der Rest der Gruppe ist bereits erwachsen und besteht aus Fred (Lars de Haan), Anja (Magdalena Scholz), William (Friedrich Schäfer) und Russel (Ralf Meyer). Aus ihrer Verzweiflung heraus, die sie einerseits verbindet, bilden sich andererseits Untergruppen, die jeweils Pläne schmieden und versuchen aus dem Bunker zu fliehen. Dazu nehmen sie auch Kontakt zu ihrem Entführer auf, der sie gegeneinander aufhetzt und dazu bringt, die anderen Opfer ohne Hemmungen zu verraten und auszuliefern. Dadurch eskaliert die Situation. „Wenn es dich gibt und du das hier liest, dann bin ich wahrscheinlich tot“, schreibt Protagonist Linus in seinem Tagebuch.
Das „Bunker Tagebuch“ handelt von Angst und ihrer Bewältigung und ist eine Geschichte über die Grausamkeit und Hoffnung in der Welt.
Das Stück ist am 23. April, 26. April, 27. April, 29. April, 2. Mai und 4. Mai, jeweils um 19 Uhr auf Bühne 2 des Unikums zu sehen. Am Montag, 2. Mai, findet anschließend noch eine Podiumsdiskussion statt. Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt fünf. Tickets gibt es im Kulturbüro Campus Uhlhornsweg, telefonisch unter 79 82 658 oder online unter
