Neerstedt - Mit dem „Hexensommer“ der Speelkoppel Bookholzberg gab es am Sonntagnachmittag die letzte plattdeutsche Aufführung auf der Neerstedter Bühne in der Saison 2013/2014. „Das ist für uns die beste Gelegenheit, allen Helfern und Beteiligten den Dank für eine gut verlaufene Spielsaison auszusprechen“, sagte der Vorsitzende des Theatervereins Neerstedter Bühne, Erhard Hofemann, am Sonntagabend im Foyer in Richtung der 40 Gäste.
Bevor er das Büfett eröffnete, nutzte Hofemann die Gelegenheit für ein kurzes Fazit der Spielzeit 2013/2014. „2867 Zuschauer konnten wir in 24 Vorstellungen begrüßen“, erklärte der Vorsitzende. Darin enthalten seien zwei geschlossene Veranstaltungen des Kindergartens Harpstedt mit 110 gebuchten Plätzen und der Besuch der Senioren aus Großenkneten mit 135 Zuschauern. „Betrachten wir nur die 22 offenen Vorführungen, kommen wir auf eine Summe von 2622 Theaterbesuchern. Das sind pro Veranstaltung im Schnitt 119 Gäste“, rechnete Hofemann vor. „Vielleicht knacken wir noch die Marke von 3000 Theaterbesuchern, wenn wir die Veranstaltung mit Ausbilder Schmidt hinzurechnen.“
Letztendlich seien das aber nur Zahlen. „Viel wichtiger ist es, dass sich die Gäste bei uns wohl fühlen“, meinte der Vorsitzende. Die Gespräche hätten gezeigt, dass die Menschen aus dem Umland ins Theater kommen würden, um zu kaffeesieren, zu klönen und einen angenehmen Nachmittag zu verbringen. „Das ist ein Verdienst von allen, die im Theater mitwirken und deshalb möchten wir hier heute für das Engagement Dank sagen.“ Die Dankesworte richtete er auch besonders an die stellvertretende Vorsitzende Annika Stolle und Jan Kratzmann (Bühnentechnik).
32 Mitglieder zählt die Neerstedter Bühne aktuell. „Es könnten ruhig einige mehr werden. Unser Jahresbeitrag von 13 Euro ist kaum der Rede wert.“ Aber auch wenn nicht alle Mitglied im Theaterverein sind, so können Hofemann & Co alleine auf 40 Frauen in der Gemeinde zurückgreifen, die immer wieder zu den Aufführungen mit leckerem Selbstgebackenem aufwarten und den Theaterbesuch auch kulinarisch zu einem Erlebnis werden lassen.
Der seit 2005 gemeinnützige Verein ist also auf dem rich-tigen Weg. Das einzige Theater im Landkreis ist inzwischen auch vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur als Theaterstätte anerkannt.
Doch darauf will sich der Verein nicht ausruhen. Investiert wird in die PC-Anlage mit neuer Theatersoftware, aber auch die Beleuchtungs- und Beschallungstechnik wird weiter ausgebaut. Hofemann: „Damit wollen wir unseren Beitrag zum Erhalt der Niederdeutschen Sprache zu leisten, denn unser Publikum kommt nach wie vor am liebsten zu den Aufführungen mit den Theatergruppen aus dem Umland.“
