Altenoythe - Altenoythe, Gehlenberg und Neuscharrel – diese drei Orte aus dem Nordkreis hatten es im 20. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in die Wettbewerbsgruppe I geschafft. Vom 29. bis 31. August werden sie erneut von der Prüfungskommission besucht und bewertet. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits.

In Altenoythe hat sich das Vorbereitungsteam schon mehrfach getroffen. Das besteht unter anderem aus dem Vorstand des Heimatvereins und Vertretern des Stadtrates. Im Schatten der Vituskirche erklärten die Mitglieder jetzt, wie sie bei der Kommission punkten möchten.

Der Caritas-Verein, der seit 50 Jahren in Altenoythe bestehe, sei Beispiel für gelungene Integration und Inklusion. „Es leben und arbeiten Menschen mit geistigen und oder körperlichen Beeinträchtigungen in Altenoythe und sind in die Dorfgemeinschaft integriert“, sagte Richard Hardenberg. Hier sei Altenoythe Vorreiter im gesamten Landkreis Cloppenburg. Sowohl im Kindergarten als auch in den Schulen gebe es inklusive Klassen und Gruppen.

Fast jeder Altenoyther sei in einem oder in gleich mehreren Vereinen engagiert, betonte Hardenberg das ehrenamtliche Engagement sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich. Und immerhin habe Altenoythe mit der A-Jugend des SV A im Völkerball einen Deutschen Meister (2016) im Ort.

Der Zusammenhalt in Altenoythe sei groß, bestätigte das Vorbereitungsteam – das zeige sich auch im Zusammenhalt zwischen Jung und Alt – von der Mutter-Kind-Gruppe bis zu Besuchen im Seniorenzentrum sei alles gegeben. Musikverein oder Kindergartenkinder besuchten dieses regelmäßig.

In Zukunft möchten die Bewohner die Bebauung und Gestaltung öffentlicher und privater Flächen vorantreiben. Bauplätze sind ein großes Thema für die Altenoyther. Das zeige aber zugleich, dass der Friesoyther Stadtteil für junge Menschen attraktiv sei, wie Richard Hardenberg befand.

Es gehe aber auch darum, das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben im Dorf zu stärken. Die historische Bausubstanz und die Kulturlandschaft mit dem Altenoyther Esch, dem „Kobrinck Hügel“ oder der Vituskirche müssten erhalten werden.

Die Pflege der plattdeutschen Sprache liege dem Heimatverein sehr am Herzen, sagte Peter Wiesner. Im Kindergarten Piccolino etwa werden die Kinder spielerisch an Plattdeutsch herangeführt.

Schon 2011 und 2014 hatte es Altenoythe in die erste Wettbewerbsgruppe geschafft. Vieles von dem, womit sie punkten wollen, wenn die Wertungskommission am 30. August kommt, sei noch geheim. Mit dem Anblick der Vituskirche soll die Kommission verabschiedet werden.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)