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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Putzige Reise ins eisige Reich der Schneekönigin

02.12.2014

Oldenburg Das Weihnachtsmärchen im Oldenburgischen Staatstheater ist seit jeher ein Kassenschlager. Aufwendige Inszenierungen, hinreißende Bühnenbilder und prächtige Kostüme sorgen für ausverkaufte Reihen. Kein Wunder, dass das Staatstheater hier auf Kontinuität setzt und erneut Regisseurin Krystyn Tuschhoff, Bühnenbildnerin Uta Materne und Ausstatterin Britta Leonhardt verpflichtete, die im vergangenen Jahr bereits „Die Weihnachten des Mr. Scrooge“ auf die Bühne des Großen Hauses brachten.

Das Ergebnis ließ sich erahnen: „Die Schneekönigin“ in einer modernen, liebevollen Fassung von Dramaturg Matthias Grön entzückte bei der Premiere die ganze Familie vom Kleinkind bis zu den Großeltern.

Mit Kissenschlacht

Der Regie gelingt es, die Geschichte nach Motiven von Hans Christian Andersen ganz zauberhaft zu inszenieren und, einmal abgesehen vom sehr süßen Happyend, auch ohne Kitsch. Dafür sorgt vor allen Dingen der Kniff, den ulkigen Troll Peikko (großartig: Johannes Lange) an die Seite der Protagonistin Gerda (Diana Ebert) zu stellen.

Peikko bringt das Publikum von der ersten Minute an zum Schmunzeln, als er, vor noch geschlossenem Vorhang, im plüschigen Hundepelz und mit drolliger Einhorn-Frisur, genüsslich in der Nase bohrt. In den folgenden 110 Minuten führt der schräge Kobold als erzählender „Supertroll“ mit flotten Sprüchen und irrwitzig-komischer Gestik durch die Geschichte.

Diese beginnt im eisigen Reich der Schneekönigin (Magdalena Höfner), die zwar schön wie ein Eiskristall ist, aber einen frostigen Charakter besitzt. Das Mädchen Gerda hingegen ist das pure Gegenteil.

Ein warmherziges Kind, freundlich zu Mensch und Tier. Als die Schneekönigin Gerdas besten Freund Kai (Tom Ohnerast) entführt, macht sich das Mädchen zusammen mit dem Troll auf den Weg, um Kai aus den kalten Fingern der Schneekönigin zu retten.

Dabei reist Gerda durch die Jahreszeiten. Mal tanzen bunte Blumen über die strahlende Bühne, mal bedecken eisige Schneeflocken die gefrorene Erde. Gerda und Peikko begegnen einem krächzenden Raben (Leander Lichti), entfliehen einer dubiosen Gärtnerin (Caroline Nagel) und liefern sich eine Kissenschlacht im Schlafgemach der Sommerprinzessin.

Voller Poesie

Sie reisen in einer putzigen Kutsche, die aussieht wie ein Schwan und vom Publikum einen Sonderapplaus erntet. Peikko duelliert sich mit schrulligen Piraten, und Gerda gewinnt das Herz der zickigen Piratentochter. Kurzum: Alles ist gut im Familienstück zur Weihnachtszeit.

Und wem das noch nicht reicht, kann sich an den Umbauten erfreuen. Da wird lieblich gesungen, wild gerockt und zu jazzigen Klängen getanzt. Die Welt mag kühler geworden sein. Aber im Großen Haus kommt sie für zwei Stunden heimelig und voller Poesie daher.

Sehr passend zum ersten Advent.

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