Oldenburg - Ob Käse vom Huntedeich, Lammfleisch aus der Wesermarsch, Rind und Hähnchenfleisch aus dem Ammerland oder Erdbeeren und Spargel aus Kreyenbrück: Saisonalität, Regionalität und Qualität sollen das Fundament bieten für Gastronomen und Erzeuger, die sich zum Verein „Oldenburg umzu kulinarisch“ zusammengeschlossen haben.

Dabei handelt es sich um ein Netzwerk landwirtschaftlicher Erzeuger und Manufakturen, Köchen und Gastronomen, Bildungseinrichtungen, privaten sowie gewerblichen Mitgliedern. „Oldenburg umzu kulinarisch“ verfolgt das Ziel, die ländliche Kultur der Erzeuger hinsichtlich Anbau- und Aufzuchtmethoden in Oldenburg und seinen angrenzenden Gemeinden zu bewahren und die biologische Vielfalt alter Tier- und Pflanzenarten zu erhalten.

„Wir setzen uns gleichermaßen für die Förderung nachhaltiger Produktionsmethoden und den Bildungs- und Erfahrungsaustausch innerhalb und außerhalb des Vereins ein“, sagte Andre Glüsing am Donnerstag bei der Vorstellung des Vereins und seiner Ziele im Oldenburger Hotel „Altera“. Vereinsvorsitzender Glüsing selbst hat seine Masterarbeit an der Uni Oldenburg über regionale Ernährungsnetzwerke geschrieben.

„Wir wollen eine genussvolle , nachhaltige und regional geprägte Ess- und Kochkultur in Oldenburg und umzu bewahren und fördern“, so Küchendirektor Cord-Henning Pieper vom „Altera“. „Uns ist dabei besonders wichtig, kurze Transportwege zu nutzen, und dass die verwendeten Lebensmittel aus artgerechter Haltung stammen und auf den Einsatz von Antibiotika und Genmanipulation verzichtet wird“, ergänzte Claas-Hinrich Krüger aus Bad Zwischenahn.

„Wir wollen die nachhaltige Regionalentwicklung fördern sowie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung natürlicher Lebensgrundlagen und nachhaltiger Ernährungskultur in unserer Region leisten“, betonte Vorstandsmitglied Scott Haslett.