Hannover/Zetel - Das Nordwestdeutsche Schulmuseum in Bohlenbergerfeld hat bei der Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen erfolgreich die Qualität seiner Arbeit und Präsentation seiner Sammlung unter Beweis gestellt. Dafür wurde das Schulmuseum zusammen mit neun weiteren Museen am Donnerstag von der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Dr. Johanna Wanka, der Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Dr. Sabine Schormann, und dem Vorsitzenden des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen, Dr. Friedrich Scheele, in Hannover ausgezeichnet.

Während sieben Museen mit dem Qualitätssiegel „registriertes Museum“ ausgezeichnet wurde, gehört das Schulmuseum zu den drei Einrichtungen mit dem Status „vorläufig registriert“. Das hängt auch damit zusammen, dass das Schulmuseum im Winter nicht geöffnet ist.

Die Museumsregistrierung hat die Qualifikation und Professionalisierung von Museen zum Ziel. Sie ist ein Qualitätssiegel für die Institution, für Träger und Mitarbeiter der Museen sowie Drittmittelgeber. Die Auszeichnung eines Museums kann sich auch bei Fördermittelanträgen positiv auswirken. Seit Beginn der Initiative im Jahr 2006 haben in bisher sechs Jahrgängen 130 Museen teilgenommen, 92 wurden ausgezeichnet.

Insgesamt konnten 61 Museen für sieben Jahre registriert werden, 31 wurden zunächst vorläufig registriert. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK), der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. (MVNB) und die Niedersächsische Sparkassenstiftung (NSKS) führen die Registrierung als Kooperationspartner gemeinsam durch.

„Die Registrierung hilft kleineren Museen, sich zu professionalisieren, größere Museen unterstützt sie in ihrem Modernisierungsprozess. Die fachlich fundierte Begleitung während des Verfahrens und das Aufzeigen von Stärken sowie Verbesserungsmöglichkeiten hilft den Häusern, ihren derzeitigen Standort zu bestimmen. So können sich die Museen zielgerichtet weiterentwickeln und sich zukunftsfähig aufstellen“, sagte Wanka.

„Die Weiterentwicklung unserer Museen liegt uns am Herzen, deshalb begleitet die Niedersächsische Sparkassenstiftung die Museumsregistrierung von Beginn an. Nur durch stete Qualifizierung auf allen Gebieten des musealen Handelns ist exzellente Arbeit gewährleistet. Diese ist Grundlage für eine Anerkennung durch Förderer und Publikum“, erläuterte Schormann.

Mit der Registrierung sind Vorteile verbunden: Die Arbeit der Museen wird umfangreich auf ihre Stärken und Schwächen hin analysiert. Auf dieser Grundlage werden Konzepte für die Verbesserung entwickelt. Darüber hinaus kommen die Museen sowohl in den Genuss von Schulungen als auch einer Selbst- und Fremdevaluation. Die Bewerber müssen nachweisen, dass sie die bundesweit gültigen Standards für Museen erfüllen. Zu den Anforderungen gehören unter anderem Leitbild, Statut, Sammlungskonzept und planvolles Arbeiten im gesamten Museumsmanagement. Die vorläufig registrierten Museen wie das in Bohlenbergerfeld müssen bei einzelnen Vorhaben und Kriterien binnen drei Jahren noch nacharbeiten, damit sie eine endgültige Registrierung erhalten.